Bergmannstraße
Columbiadamm Dieffenbachstraße
Graefestraße Oranienstraße
Paul-Lincke-Ufer Wiener
Straße
Bergmannstraße
Die Bergmannstraße im Berliner Ortsteil Kreuzberg ist seit
1837 benannt nach Marie Luise Bergmann, geb. Neumann (1774-1854),
einer Großgrundbesitzerin, der die Ländereien in dieser
Gegend gehörten.
Sie verläuft vom Südstern
bis zum Mehringdamm. Sie ist eine beliebte Flaniermeile mit etlichen
Cafés, Restaurants und kleinen Läden, insbesondere
Trödel- und Antiquitätengeschäften. Auf halber
Länge liegt eine der letzten Berliner Markthallen, die Marheinekehalle,
am gleichnamigen Platz.
Im Sommer findet hier unter anderem das Bergmannstraßenfest
statt. Mit bis zu 300.000 Besuchern, 50 Bands und dem gleichzeitigen
Kreuzberg-Kocht eines der bedeutenden Feste des Bezirks.
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Columbiadamm
Der Columbiadamm führt durch die Berliner Berliner Ortsteile
Tempelhof, Kreuzberg und Neukölln. Er führt vom Platz
der Luftbrücke bis zur Fontanestrasse an der Nordseite des
Flughafen Tempelhof und der Südseite der Hasenheide entlang.
Ihren Namen hat die Strasse durch das Flugzeug Miss Columbia, mit
dem Clarence D. Chamberlin im Juni 1927 bei einem Flug von New York
nach Mansfeldt bei Eisleben einen Langsstreckenrekord einstellte.
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Dieffenbachstraße
Die Dieffenbachstraße ist nach dem Chirurg Johann Friedrich
Dieffenbach benannt.
Sie erstreckt sich von der Ecke Planufer bis zum Kottbusser Damm.
Das Urbankrankenhaus trägt die Hausnummer 1 und wurde 1890
eingeweiht, in den 60er Jahren entstand am Urbanhafen dann der
heute als Bezirkskrankenhaus genutzte Neubau. Die Dieffenbachstraße
hat sich von einer Einkaufsstraße zu einer beliebten Kneipen-
und Restaurantstraße gewandelt. Sie ist dank einer Initiative
verkehrsberuhigt und feiert alljährlich im August das Graefekiezfest,
das jedoch zunehmend im Ruf steht, durch Imbissstände zu
verkommen.
In der Dieffenbachstraße befinden sich außerdem die
Berliner PDS-Zentrale, die Berliner AIDS-Hilfe, die Robert Koch
Oberschule, die Christuskirche und das Bethesda-Krankenhaus.
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Graefestraße
Die Berliner Graefestraße verläuft in Kreuzberg vom
Landwehrkanal (Planufer) bis zur Hasenheide in südwestlicher
Richtung. Bereits 1875 wurde sie nach dem Augenarzt Albrecht von
Graefe benannt.
Als "Graefekiez" bezeichnet man das gesamte Viertel
westlich des Kottbusser Dammes bis hin zur Grimmstraße,
bzw. dem Urban-Krankenhaus.
Erschlossen wurde das Stadtgebiet in den 1860er Jahren nach Plänen
von Peter Joseph Lenné, der größte Teil der
Bebauung stammte allerdings aus den Jahren 1890-1900.
Von starken Kriegsschäden blieb der obere Teil der Graefestraße
verschont. So findet man heute zwischen Planufer und Urbanstraße
noch eine fast einheitliche Gründerzeitbebauung mit gleichmäßiger
Traufhöhe. Lediglich die Fassadengestaltung orientierte sich
seit den Nachkriegsjahren eher an wirtschaftlichen denn an denkmalschützerischen
Gesichtspunkten. Seit 1995 steht das Viertel unter Milieuschutz.
Der nördliche und südliche Teil der Graefestraße
(oberhalb / unterhalb der Urbanstraße) unterscheiden sich
stark in architektonischer wie auch sozialer Hinsicht. Kurz gesagt:
Richtung Hasenheide überwiegen sozialer Wohnungsbau und eine
weniger privilegierte Einwohnerstruktur mit vielen Immigranten
und einkommensschwachen Familien. Im nördlichen, "besseren"
Teil der Straße wurden viele Altbauten saniert und das Mietniveau
stark angehoben. So findet heute eine zweite Welle der Gentrifizierung
statt:
Der alternden Alternativkultur der 1980er Jahre folgt seit 2002
ein Zuzug jüngerer Gutverdiener, zumal der Kiez mit seiner
prosperierenden Kneipenkultur inzwischen wieder sehr "angesagt"
ist.
Die Graefestraße liegt zwischen drei Schulen und ist für
den Durchgangsverkehr gesperrt (auf Höhe Bökhstraße).
Eine kommunalpolitische Maßnahme, die bei vielen alteingesessenen
Einzelhändlern für Unmut sorgte - mussten doch einige
kleine Läden im Kiez mangels "Fahrkundschaft" schließen.
Neue Händler setzen auf alternative und bessergestellte Kundschaft,
zum Beispiel mit Spezialitätenangebot (Lakritzgeschäft)
oder mit Kunstgegenständen/Innendekor.
Von der ruhigen und fußgängerfreundlichen Lage profitiert
heute vor allem die Gastronomie. In den letzten Jahren hat sich
die Graefestraße zu einer "Ausgehmeile" verwandelt:
mit internationaler Küche, aber auch Studentencafés
und Nachtbars. In den Sommermonaten herrscht ein fast mediterranes
Ambiente zwischen Biertischen und den vielen Straßenbäumen.
Manche Anwohner nennen den Graefekiez deshalb die "Toskana
von Berlin".
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Oranienstraße
Die Oranienstraße (benannt nach dem niederländischen
Fürstenhaus Oranien) gehört zu den bekanntesten Straßen
im Bezirk.
Im Berliner Volksmund wird die Oranienstraße
auch kurz O-Straße genannt und vor allem von Auswärtigen
mit der Oranienburger Straße verwechselt. Die Verlängerung
der Oranienstraße im Osten ist die Wiener Straße,
im Westen die Kochstraße.
Die Oranienstraße ist die wichtigste Geschäftsstraße
im sogenannten SO 36. Die wichtigste Durchgangsstraße
für den Fernverkehr ist hier aber die Skalitzer Straße,
welche entlang der Hochbahn verläuft.
Die Oranienstraße ist unter anderem bekannt
für das Bürstengeschäft der Berliner Blindenanstalt
und die ständigen Straßenschlachten zwischen Autonomen
und Polizei, besonders am Ersten
Mai. Diese finden traditionell im Abschnitt zwischen Heinrichplatz,
Adalbertstraße und Oranienplatz statt.
Als Verlängerung der Wiener Straße
beginnt sie am U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof, durchquert
den Heinrichplatz und schließlich den Oranienplatz, welcher
gleichzeitig die Grenze zwischen Kreuzberg 36 und Kreuzberg
61 markiert. Hinter dem Moritzplatz folgen Wohnbauten der Waldeckpark,
nach der Kreuzung mit der Alten Jakobstraße dann die Bundesdruckerei.
An der Kreuzung mit der Lindenstraße, deren nördliches
Ende vor wenigen Jahren in Axel-Springer-Straße umbenannt
wurde, endet die Oranienstraße und geht in die Kochstraße
über. Dort liegt das Berliner Verlagshaus von Axel Springer.
Am Ende der Kochstrasse befindet sich das Haus am Checkpoint
Charlie (Museum über die Berliner Mauer), wo früher
der Grenzübergang Checkpoint Charlie für Nichtdeutsche
nach Ostberlin war. Dort ist auch das Zeitungshaus der taz.
Architektonisch unterscheidet man zwischen zwei
Bereichen der Oranienstraße. Der Abschnitt zwischen Görlitzer
Bahnhof (Skalitzer Straße) und Moritzplatz ist fast durchgängig
Altbausubstanz aus der Gründerzeit. Dies betrifft den gesamten
Bereich der umliegenden Straßen. Westlich des Moritzplatzes
findet man Neubauten aus der Nachkriegszeit, zumal dieser Teil
des Zentrums von Berlin (im erweiterten Sinne) im Zweiten Weltkrieg
stark zerstört wurde.
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Paul-Lincke-Ufer
Die Straße Paul-Lincke-Ufer in Berlin-Kreuzberg - benannt
nach dem Ehrenbürger der Stadt Paul Lincke - verläuft
parallel nördlich zum Landwehrkanal.
Am Paul-Lincke-Ufer befinden sich eine Vielzahl kleiner Biergärten.
Zwischen der Liegnitzer Straße und der Forster Straße
wurde die Straße unterbrochen. Dort befindet sich nun ein
im Sommer stark frequentierter Boule-Platz. Neben dem Boule-Platz
befindet sich ein öffentlicher betreuter Spielplatz, das
"Pauli".
Die Straße gehört zu einer besonders beliebten Wohngegend,
da auf der einen Seite durch den Grüngürtel zum Landwehrkanal
und die Biergärten ein sehr angenehmes Wohnumfeld herrscht,
auf der anderen Seite durch die Einstufung als einfache Wohnlage
im Berliner Mietspiegel,
die Mieten eher günstig sind.
Im Paul-Lincke-Ufer 19-22 befindet sich ein ehemaliges Umspannwerk.
Das monumentale Gebäude wurde 1984 stillgelegt. Heute befinden
sich Unternehmen aus den "Neuen Medien", ein Bereich
für Ausstellungen mit angeschlossener Edelgastronomie im
Gebäude. Der seitliche Turmbau brachte dem Gebäude den
Beinamen "Kathedrale der Elektrizität" ein.
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Wiener Straße
Die Wiener Straße in Berlin-Kreuzberg bildet
die südliche beziehungsweise östliche Verlängerung
der Oranienstraße über den U-Bahnhof Görlitzer
Bahnhof hinaus Richtung Berlin-Treptow. Heute trennt sie den
Görlitzer Park von der dichten, vorwiegend gründerzeitlichen
Blockrandbebauung, die südlich der Wiener Straße
bis zum Landwehrkanal reicht.
Benannt wurde die Wiener Straße am 9. Oktober
1873 nach der Hauptstadt von Österreich, Wien, da vom an
der Wiener Straße gelegenen Görlitzer Bahnhof (heute
gibt es eine U-Bahn-Station gleichen Namens ) die ersten Züge
von Berlin nach Wien fuhren. Bevor sie zu diesem Namen kam,
hieß sie von 1870 bis 1873 schlicht Verlängerte Oranienstraße.
1987 wurden zwei Teilstücke der Wiener Straße dem
Görlitzer
Park zugeschlagen.
In der Wiener Straße befindet sich das ehemalige
Leihhaus des Görlitzer Bahnhofs (Nr. 18), welches heute
unter Denkmalschutz steht. Außerdem unter Schutz gestellt
sind verschiedene Mietshäuser: die 1874 und 1876 von W.
Wagner errichteten Häuser Nr. 8 und 9, die Häuser
12/13 (errichtet von W. Schroeder) sowie das 1887 von M. Koch
gebaute Mietshaus Nr. 69. An der Wiener Straße liegen
der Görlitzer
Park sowie das Spreewaldbad,
in dessen Eingangsbereich steht eine Gedenktafel für 295
Menschen, die am 21. August 1947 aus dem Exil in Shanghai nach
Berlin zurückkehrten.
Einordnung: Xhain.info
- Kreuzberg
- Straßen
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