May-Ayim-Ufer

May-Ayim-Ufer

May-Ayim-Ufer - Berlin-Kreuzberg - Postleitzahl: 10997

Das May-Ayim-Ufer (Postleitzahl 10997) ist eine ca. 275 Meter lange Straße im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Ortsteil Kreuzberg. Sie beginnt an der Pfuelstraße und führt an der Spree entlang bis zur Oberbaumstraße an der Oberbaumbrücke. Querstraße: Bevernstraße.

Die Straße wurde auf dem Gelände der ehemaligen Kattunfabrik Dannenberger angelegt und am 4. April 1895 nach Otto Friedrich von der Groeben (1657-1758) benannt. Von der Groeben gründete 1683 im Auftrag des Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. von Brandenburg an der westafrikanischen Goldküste im heutigen Ghana das Fort Groß Friedrichsburg. Der kurbrandenburgische Außenposten war die erste deutsche Kolonie in Afrika.

Am 27. Mai 2009 beschloss die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg (BVV) mit den Stimmen von Grünen, DIE LINKE und SPD das Gröbenufer in May-Ayim-Ufer umzubenennen, die Umbenennung wurde mit einem Festakt am 27. Februar 2010 vollzogen. Im Berliner Amtsblatt vom 20. November 2009 ist die Umbenennung der Straße zum 4. März 2010 bekanntgegeben worden. Grund für die Umbenennung war der Vorwurf, dass von der Groeben durch die Gründung der Kolonie Groß Friedrichsburg am transatlantischen Sklavenhandel mitgewirkt hätte.

Die jetzige Namensgeberin May Ayim (1960 - 1996, eigentlich Sylvia Brigitte Gertrud Opitz) war eine deutsche Dichterin, Pädagogin und Aktivistin der afrodeutschen Bewegung. Die gebürtige Hamburgerin war die Tochter einer Deutschen und eines Ghanaers. Sie lebte seit 1984 in Berlin und war Gründungsmitglied der Initiative Schwarze Deutsche und Schwarze in Deutschland.

May-Ayim-Ufer - Adressen

Circus Schatzinsel Circus Schatzinsel

May-Ayim-Ufer 4
10997 Berlin

Mehr Infos

 

May-Ayim-Ufer - Bilder

May-Ayim-Ufer an der Spree, Blickrichtung Fernsehturm

May-Ayim-Ufer aus Richtung Oberbaumbrücke. Das Westufer der Spree bildet die Grenze zwischen den Ortsteilen (und früheren Bezirken) Kreuzberg und Friedrichshain, wobei das Ufer zu Kreuzberg und die Spree in voller Ausdehnung zu Friedrichshain gehört. Während der Teilung Berlins war die Bezirksgrenze gleichzeitig die Sektorengrenze zwischen dem amerikanischen (Kreuzberg) und dem russischem Sektor (Friedrichshain). Bei Unfällen am damaligen Gröbenufer kamen mindestens fünf West-Berliner Kinder ums Leben, weil sie beim Spielen in die Spree fielen und West-Berliner Hilfskräften die Rettung vom DDR-Regime untersagt war. Mehrere Menschen verloren bei Fluchtversuchen über die Spree ihr Leben, 1961 ertrank Udo Düllick kurz vor dem Bootsanleger, 1962 wurde Anton Walzer von Angehörigen der Grenztruppen der DDR erschossen, bevor er das Gröbenufer erreichen konnte.

Anleger am May-Ayim-Ufer (Restaurant Rio Grande)

Doppelkai-Anlage am May-Ayim-Ufer. Der Bootsanleger wurde um 1885 in Zusammenhang mit der Berliner Gewerbeausstellung errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage weitestgehend zerstört, erhalten blieb nur das gestalterische Grundgerüst: Leuchtturm, Flaggenmasten und Skulpturen gingen verloren. Zwischen 2009 und 2011 wurde der Anleger aus Mittels des Programms Stadtumbau West saniert und neu gestaltet. Anstelle des Leuchtturms wurde ein 10 Meter hoher Mast mit einer roten Signalkugel installiert. Die ehemaligen Wartesäle wurden zu einem Restaurant umgebaut. Die Bootsanlegestelle steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz (Objektdokumentennummer: 09031158).

Spreeraum am May-Ayim-Ufer

Spreeraum am May-Ayim-Ufer. Rechts im Hintergrund die Türme der Oberbaumbrücke.

May-Ayim-Ufer, Blickrichtung East Side Gallery

Kaianlage May-Ayim-Ufer. Am gegenüberliegenden Ufer die East Side Gallery und die Mercedes-Benz Arena an der Mühlenstraße (2017).

May-Ayim-Ufer Ecke Oberbaumstraße

May-Ayim-Ufer Ecke Oberbaumstraße, Blickrichtung Bevernstraße / Pfuelstraße.

May-Ayim-Ufer - Karte