Leuschnerdamm

Leuschnerdamm

Leuschnerdamm - Berlin-Kreuzberg - Postleitzahl: 10999

Der Leuschnerdamm (Postleitzahl 10999) ist eine Straße im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Ortsteil Kreuzberg. Die Straße führt vom Bethaniendamm über die Waldemarstraße bis zur Naunynstraße am Oranienplatz. Der Leuschnerdamm liegt am ehemaligen Luisenstädtischen Kanal und bildet zwischen Waldemarstraße und Engelbecken die Grenze zum Bezirk Mitte. Nach dem Mauerbau 1961 verlief hier der Todesstreifen zwischen Ost- und Westberlin.

Der Luisenstädtische Kanal wurde zwischen 1848–1852 errichtet, er verband den Landwehrkanal mit der Spree und wurde 1926 zugeschüttet. Das westliche Ufer zwischen Urbanhafen und Engelbecken bekam am 7. April 1849 den Namen Elisabethufer, zu Ehren von Elisabeth Ludovika von Bayern, Königin von Preußen (1801-1873). Am 20. Mai 1937 wurde der nördliche Abschnitt zwischen Oranienplatz und Engelbecken (der heutige Leuschnerdamm) in Schröderdamm umbenannt, nach Friedrich Schröder, einem bei Straßenkämpfen tödlich verletzen Anhänger der Nationalsozialisten. Der südliche Abschnitt des Elisabethufers, der heutige Erkelenzdamm, erhielt den Namen Hoffmanndamm. Am 31. Juli 1947 bekam der Leuschnerdamm seinen heutigen Namen. Namensgeber ist der Gewerkschaftsfunktionär und SPD-Politiker Wilhelm Leuschner (1890-1944).

Leuschnerdamm - Adressen

Leuschnerdamm - Karte

 

Leuschnerdamm - Bilder

Leuschnerdamm am Luisenstädtischen Kanal

Leuschnerdamm am Luisenstädtischen Kanal. Die Gartenanlage des nördlichen Kanalabschnitts zwischen Leuschnerdamm und Legiendamm musste 1961 dem Bau der Berliner Mauer weichen, 1991 wurde die Anlage wiederhergestellt.

Engelbeckenhof

Leuschnerdamm am südöstlichen Rand des Engelbecken. In der Mitte der Häuserzeile steht der in den Jahren 1903-1904 nach Plänen des Architekten Richard Schäfer errichtete Engelbecken-Hof. Die Anlage besteht aus sechs Höfen und steht unter Denkmalschutz (Objektdokumentennummer: 09031189).

Gedenkstele mit der Büste von Wilhelm Leuschner

Gedenkstele mit der Büste von Wilhelm Leuschner am Leuschnerdamm. Leuschner wurde am 15. Juni 1890 in Bayreuth geboren und am 29. September 1944 in Plötzensee von den Nazis ermordet. Er war Mitglied im Bundesvorstand des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes und Hessischer Innenminister. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde er aufgrund seiner politischen Tätigkeit verfolgt und zeitweise in verschiedenen Konzentrationslagern inhaftiert. Leuschner beteiligte sich aktiv am Widerstand und gehörte zu den Verschwörern vom 20. Juli 1944. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler wurde er vom Volksgerichtshof unter dem Vorsitz von Roland Freisler zum Tode verurteilt.