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Chamissoplatz
Görlitzer
Park Heinrichplatz
Kottbusser
Tor Lausitzer
Platz Mariannenplatz
Moritzplatz
Südstern
Viktoriapark
Wassertorplatz
Chamissoplatz
Der Chamissoplatz (benannt nach Adelbert von Chamisso) in Kreuzberg befindet
sich zwischen Willibald-Alexis-Straße und Arndtstraße
in einer alten Wohngegend nahe dem Flughafen Tempelhof. Von den
Anwohnern wird dieser Bereich Kreuzbergs auch Chamissokiez genannt.
Vom Charakter her ist der innere Teil des Chamissoplatzes ein
Spielplatz für die Kinder aus der dortigen Nachbarschaft.
An seiner Ostseite findet jeden Samstag ein Wochenmarkt
für Bio-Produkte aus der Berlin-Brandenburgischen Region
statt.
Durch die einheitliche und sanierte Gründerzeit-Bebauung stellt
der Platz einen der schönsten Plätze Berlins dar. Er ist ein
beliebtes Ziel von Sight-Seeing-Touren, lädt durch zahlreiche Gaststätten
zum Verweilen ein und ist Schauplatz von Dreharbeiten, wenn es gilt,
eine altberliner Kulisse zu nutzen.
Entsprechend ist die Gegend um den Chamissoplatz ein bevorzugter
Ort für Künstler und Studenten.
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Görlitzer Park
Auf dem Gelände des alten Görlitzer Bahnhofs befindet
sich heute der Görlitzer Park.
Das Gelände des ehemaligen Bahnhofs wurde in den 1990ern
in einen Park verwandelt. Heute ist der Görlitzer Park einer
der großen Parks und ein Naherholungsgebiet in Kreuzberg.
Er hat unter anderem auch einen beliebten Kinderbauernhof
und ist im Sommer Ort zahlreicher spontaner Grillparties und auch
von Open-Air-Veranstaltungen.
Im Süden des Görlitzer Parks führten mehrere Eisenbahnbrücken
in den Bezirk Treptow-Köpenick, von denen noch eine erhalten
ist und als Fußgängerbrücke dient. Bis zum Mauerfall
verlief hier die Berliner Mauer.
Der Görlitzer Tunnel war bis mindestens 1987 noch begehbar
und wich mit der Öffnung des Parks einer großen Mulde
in der Mitte des Parks, die eine Art natürliche Arena bildet.
Die ehemaligen Mauern des Tunnels wurden als Gestaltungselement
mit einbezogen und sind noch heute erkennbar.
Eine weitere Attraktion des Parks ist die künstlerische
Nachbildung der berühmten Sinterterrassen von Pamukkale (Türkei),
die jedoch aufgrund der Verwendung einer nicht geeigneten Steinsorte
schon nach kurzer Zeit mit großen Bauzäunen abgesperrt
wurden.
Im Berliner Volksmund werden sowohl der Görlitzer Park als
auch der heutige U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof kurz Görli
genannt (z.B. auch im Sommerhit Görli, Görli von P.R.
Kantate).
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Heinrichplatz
Der Heinrichplatz ist ein zentraler Platz in Kreuzberg.
In Kreuzberg ist der Heinrichplatz auch als Heini bekannt. Er
wird durchquert von der Oranienstraße und verfügt über
mehrere traditionsreiche Cafés und Kneipen.
Nördlich des Heinrichplatzes liegt der Mariannenplatz.
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Kottbusser Tor
Das Kottbusser Tor ist die Bezeichnung für einen Platz, ein
Viertel und einen U-Bahnhof. Der Platz und der U-Bahnhof werden
im Berliner Volksmund auch Kotti genannt. Der Kotti ist das Zentrum
der nördlichen Hälfte Kreuzbergs, dem historisch so genannten
SO 36.
Benannt ist der Platz nach einem Stadttor der Berliner Akzisemauer,
das sich im 18. und 19. Jahrhundert bis zum Abriss der Akzisemauer
in den 1860er Jahren an dieser Stelle befunden hat und in Richtung
Cottbus aus Berlin herausführte.
Die Schreibweisen für das Tor änderten sich mit der
Zeit:
Cottbusserthor in Grundriß der königl. Residenzstädte:
Berlin, Carl Ludwig von Oesfeld, 1789;
Cottbusser Thor in Topografische Karte, 1836
Cottbuser Tor in "Pierer's Conversationslexikon, 6. Auflage",
Berlin, 1875
Kottbuser Tor in "Beilage zum Berliner Adressbuch",
Verlag: Julius Straube, 1893;
Cottbuser Tor in "Pharus Plan Berlin", Pharus Verlag
GmbH, 1921
Kottbuser Tor in "Sanwald Plan Berlin", Karl Sanwald,
1926
Kottbusser Tor in "Westermanns Plan von Berlin", Georg
Westermann, 1932
Am Platz wurden in den 1960er Jahren Gebäude in moderner
Architektur gebaut. Seitdem hat er seinen Gründerzeitcharakter
verloren.
Der Kotti ist sowohl als U-Bahnhof, als auch als Straßenkreuzung
ein Verkehrsknotenpunkt in Kreuzberg. Nach Süden verläuft
die breite Kottbusser Straße im weiteren Verlauf
Kottbusser Damm nach Neukölln Richtung Hermannplatz
und die Admiralstraße Richtung Südstern als verkehrsberuhigte
Zone und noch südlicher als Fußgänger-Bereich.
Von Ost nach West wird der Kotti von der Skalitzer Straße
durchquert (ebenfalls vierspurig). Nach Norden verläuft die
schmalere Adalbertstraße, welche nach der Maueröffnung
schnell zu einer belebten Verkehrsstraße Richtung Berlin-Mitte
wurde. Nur noch zu Fuß erreichbar ist im Norden die Dresdner
Straße Verlängerung der Kottbusser
Straße.
Gleichzeitig ist der Kotti (wie das ganze Viertel) ein sozialer
Brennpunkt. Vom Berliner Senat wurde das Viertel rund um das Kottbusser
Tor als eines von 17 Gebieten mit besonderem Entwicklungsbedarf
ausgewiesen. Das so künstlich geschaffene Viertel Kreuzberg
Zentrum/Wassertorplatz erhält seit 1999 ein Programm zum
Quartiersmanagement.
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Lausitzer Platz
Der Lausitzer Platz (benannt nach der Lausitz) ist ein bekannter
Platz in Kreuzberg. Der Platz wurde bereits innerhalb der ehemaligen
Stadtmauer frei gehalten und erhielt 1849 seinen Namen. 1842 wurde
hier das Köpenicker Tor errichtet.
In Kreuzberg ist der Lausitzer Platz auch als Lauseplatz oder
Lausi bekannt.
In seiner Mitte befindet sich die Emmaus-Kirche.
Sie ist nach dem Dom die größte Kirche Berlins.
Auf dem Lausitzer Platz finden häufig Straßenfeste
und Märkte statt. Ein Öko-Markt
findet wöchentlich (Freitag) statt. Am 1. Mai 1987 wurde
ein Straßenfest zum Ausgangspunkt der Kreuzberger Maikrawalle.
Südlich des Lausitzer Platzes, unmittelbar hinter der Hochbahn
(älteste U-Bahnstrecke Berlins), befinden sich der Spreewaldplatz
und der Görlitzer Park. Im Norden grenzen die Waldemar- und
die Eisenbahnstraße an den Platz.
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Mariannenplatz
Der Mariannenplatz liegt an der Waldemarstraße und der Mariannenstraße
nahe der ehemaligen Berliner Mauer. Er ist ein relativ großer
Platz mit parkähnlichem Charakter und weiter Liegewiese.
Am Mariannenplatz befindet sich das ehemalige Krankenhaus Bethanien,
welches heute als Kunsthaus oder Künstlerhaus Bethanien bezeichnet
wird und das Kulturamt des Bezirks beheimatet.
Hier liegt auch das ehemals besetzte Georg-von-Rauch-Haus (umgangssprachlich
Rauch-Haus), welches nach dem erschossenen Terroristen der Bewegung
2. Juni, Georg von Rauch, benannt wurde. Der linke deutsche Rockmusiker
Rio Reiser wohnte zeitweise hier, und seine Band Ton Steine Scherben
verewigte den Mariannenplatz in der Hausbesetzer-Hymne Rauch-Haus-Song
(Album
Keine Macht für Niemand 1972 ).
In den 1990ern, nach der Wende in der DDR, wohnte der berühmte
deutsche Dramatiker Heiner Müller bis zu seinem Tod 1995
in direkter Nachbarschaft zum Mariannenplatz in der Muskauer Straße.
Auf dem Mariannenplatz mit seiner runden Freiluftbühne finden
öfters friedliche Straßenfeste und andere Kulturveranstaltungen
statt, so zum Beispiel das jedes Jahr am 1. Mai stattfindende
Familienfest, das allerdings in den letzten Jahren mehrmals Opfer
der Ausschreitungen zwischen Autonomen und Polizei geworden ist.
Ansonsten ist der Platz ein beliebter "Naherholungs"-Treffpunkt
für Menschen jeglichen Alters und Nationalität. Am 21.
Juni 2002 gaben Die Ärzte auf dem Platz ihr 20-Jahre-Jubiläumskonzert
vor 35.000 Zuschauern.
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Moritzplatz
Der Berliner Moritzplatz liegt in Kreuzberg und trennt den Straßenzug
der Oranienstraße in Ost-West-Richtung. Westlich liegt Kreuzberg
61, östlich liegt SO 36. Bis zur Maueröffnung 1989 befand
sich am nördlichen Ende des Platzes ein Grenzkontrollpunkt
der innerdeutschen Grenze.
Als Namen erhielt der Platz 1841 den von Moritz Nassau von Oranien.
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Südstern
Der Südstern ist ein Platz im Berliner Stadtteil Kreuzberg
an der Grenze zum Stadtteil Berlin-Neukölln in der Nähe
des Zentralflughafens Berlin-Tempelhof.
Die nordwestlichen Ausläufer des Volksparks Hasenheide reichen
bis an den Platz heran, dessen schmales Zentrum inselartig von
einer der Hauptverkehrsadern zwischen Neukölln und Kreuzberg
umfasst wird die nach Osten als Hasenheide und nach Westen
als Gneisenaustraße verläuft. Die Gneisenaustraße
ist das letzte Teilstück des so genannten Berliner Generalszugs.
Unter den beiden Straßen verläuft die U-Bahnlinie 7,
die Spandau und Rudow miteinander verbindet und am U-Bahnhof Südstern
Station macht.
Den Namensbestandteil Stern trägt der Platz nach der sternförmigen
Verteilung verschiedener abgehender Straßen, die seinerzeit
im südlichen Berliner Grenzbereich lagen. Neben den erwähnten
Hauptverkehrsadern sind das die heutigen Straßen Lilienthalstraße,
Bergmannstraße,
Blücherstraße, Fontanepromenade und Körtestraße.
Westlich des Volksparks und der Lilienthalstraße schließt
sich parallel zur Bergmannstraße
ein ausgedehntes Friedhofsgelände mit vielen historischen
Grabstätten und Berliner Ehrengräbern an. Zu den Kirchhöfen
zählen beispielsweise der Kirchhof Luisenstadt, der Werdersche
Kirchhof und der Kirchhof Jerusalem. Unweit des Südsterns
liegt ebenfalls in der Lilienthalstraße die Botschaft (die
sogenannte Nuntiatur) des Vatikans in der Bundesrepublik Deutschland.
Beherrscht wird der straßenumgebene Mittelteil des Platzes
von der monumentalen neugotischen, evangelischen Kirche am Südstern,
deren Grundsteinlegung am 18. April 1894 erfolgte und die am 8.
Mai 1897 in Gegenwart von Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser
Wilhelm II. feierlich eröffnet wurde. In ihren ersten Jahren
diente die Kirche als Garnisonskirche für die Truppen, die
vor den Toren der Stadt stationiert waren.
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Viktoriapark
Der Viktoriapark liegt im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg
auf dem Kreuzberg.
Der Viktoriapark ist auf einem Hang angelegt, der einen Ausläufer
der Berlin-Brandenburger Hochfläche Teltow südlich vom
Berliner Urstromtal darstellt. Sein Wahrzeichen ist das am oberen
Ende des Hanges gelegene Nationaldenkmal auf dem Kreuzberg, von
dem aus sich ein hervorragender Blick über Berlin bietet.
Am Nationaldenkmal entspringt ein markanter künstlicher Wasserfall,
der sich bis zum Fuß des Berges an der Kreuzung der Großbeerenstraße
mit der Kreuzbergstraße hinabstürzt. Außerdem
wird an seinem Hang ein Wein, der Kreuz-Neroberger angebaut.
Im Volksmund wird der Park meistens nur als Kreuzberg bezeichnet
und das Nationaldenkmal auf dem Kreuzberg als Kreuzbergdenkmal
oder Monument.
Die Geschichte des Viktoriaparks begann im Jahr 1821, als das
Nationaldenkmal von Karl Friedrich Schinkel zur Erinnerung an
die Schlachten der Befreiungskriege auf der bis dahin Tempelhofer
Berg oder Runder Weinberg genannten Erhebung errichtet und zu
seinen Füßen ein einfacher Park angelegt wurde.
Ab 1888 wurde der bis Hügel nach Plänen des Stadtgartendirektors
Hermann Mächtig als Parkanlage mit gebirgsähnlichem
Charakter gestaltet. Zwischen 1913 und 1916 wurde der Park nach
Westen wesentlich erweitert.
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Wassertorplatz
Der Berliner Wassertorplatz, benannt nach dem historischen
Wassertor, liegt im Ortsteil Kreuzberg rund einhundert Meter westlich
des Kottbusser Tores. Der Platz wird heute von der stark frequentierten
Skalitzer Straße und der U-Bahnlinie U1, die über dem
Mittelstreifen der Skalitzer Straße als Hochbahn verläuft,
geteilt. Mit seinem Nachbarn Kottbusser Tor gilt der Wassertorplatz
als sozialer Brennpunkt.
Namensgeber des Platzes ist das historische und
nicht mehr vorhandene Wassertor in der Berliner Zollmauer oder
Akzisemauer, die im 18. Jahrhundert die Berliner Stadtmauer ersetzte.
Das Tor lag im südöstlichen Mauerbereich zwischen dem
Halleschen Tor und dem benachbarten Kottbusser Tor an der Stelle,
an der der ab 1926 zugeschüttete Luisenstädtische Kanal
durch die Mauer in die Stadt floss. An dem verschließbaren
Tor in Form eines Eisengitters mussten die Schiffe ihre Waren
kontrollieren und verzollen lassen.
Der ursprünglich von dem Baurat und Direktor der Bauakademie
Johann Carl Ludwig Schmid konzipierte und von dem Gartenbauarchitekten
Peter Joseph Lenné realisierte Luisenstädtische Kanal
verband den Landwehrkanal vom Urbanhafen ausgehend
über den Wassertorplatz, den Oranienplatz und das Engelbecken
mit der Spree. Der 1852 eröffnete Kanal verfügte an
der Stelle des Wassertores über ein größeres Hafenbecken,
dessen Raum der heutige Platz einnimmt.
Zwischen 1926 und 1928 gestaltete der Gartenarchitekt Erwin Barth
den zugeschütteten Kanal zu einer Grünfläche um,
die im Bereich des Wassertorplatzes nach Westen vom Segitzdamm
und nach Osten vom Erkelenzdamm begrenzt ist. Auf der Nordseite
des inzwischen von der U-Bahn geteilten Platzes wurde eine Jugendverkehrsschule
angelegt. 1981 und 1986 statteten der Architekt Hinrich Baller
und seine Frau Inken den Platz mit einem Teich, Skulpturen und
mit einer filigranen Gartenbrücke aus, die über
einen tiefer gelegenen Parkeinschnitt führt und an den ehemaligen
Wasserlauf und die richtige Brücke an dieser
Stelle erinnert. Mit dem gesamten Grünzug des ehemaligen
Luisenstädtischen Kanals ist der Platz als schützenswertes
Gartendenkmal in die Landesdenkmalliste Berlins aufgenommen.
Einige ältere Häuser direkt am Platz erinnern an sein
ehemaliges großbürgerliches Flair. Heute ist seine
Umgebung im Südteil fast flächendeckend mit mehrstöckigen
Neubauten bedeckt, die zu einem großen Teil im Rahmen des
sozialen Wohnungsbaus erstellt wurden und die Sozialstruktur mit
einem hohen Anteil erwerbsloser Anwohner prägen. Wie das
benachbarte Kottbusser Tor (Kotti) gilt der Wassertorplatz als
sozialer Brennpunkt. Der Berliner Senat wies das Viertel rund
um das Kottbusser Tor als eines von 17 Gebieten mit besonderem
Entwicklungsbedarf aus. Das künstlich geschaffene Präventionsgebiet
Kreuzberg Zentrum/Wassertorplatz erhält seit 1999 ein Programm
zum Quartiersmanagement.
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