Oranienplatz - Berlin-Kreuzberg - Xhain.info

Oranienplatz

Oranienplatz

10999 Berlin

Kreuzberg

 

Der Oranienplatz (Postleitzahl 10999) ist ein Platz im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Ortsteil Kreuzberg. Er bildet das Zentrum der historischen Luisenstadt. Der Platz wurde 1841 bis 1852 von Peter Joseph Lenné im Zuge der Planung des Luisenstädtischen Kanals angelegt. Die beiden Teile des durch den Kanal zweigeteilten Platzes wurden ursprünglich durch eine breite Straßenbrücke mit vier gigantischen steinernen Kandelabern verbunden (weiterlesen).


Größere Kartenansicht
   
Adressen am Oranienplatz nach Hausnummern (Seite kostenlos eintragen)
   
4  
Lidl Discounter

Handel - Friedrichshain-Kreuzberg
   
   

...

Oranienplatz, Blickrichtung Westen
Oranienplatz, Blickrichtung Norden
Oranienplatz, Blickrichtung Westen
Oranienplatz, Blickrichtung Norden

In der Mitte des rechteckigen Oranienplatzes überspannte die Oranienbrücke den Luisenstädtischen Kanal, auf der sowohl die Oranien- als auch die Dresdener Straße mit ihren Straßenbahnlinien den Kanal überquerten. Zu Postkutschenzeiten führte hier auf der alten Dresdner Straße der Weg von Berlin über Mittenwalde nach Sachsen. Mit ihren hugenottischen Gärtnern bildete die Oranienstraße (bis 1849 Orangenstraße) damals den südöstlichen Rand der Stadt. Nach der Märzrevolution 1848 baute man mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zwischen Spree und Landwehrkanal den Luisenstädtischen Kanal. Achtzig Jahre später verfüllte man das stehende und stinkende Gewässer mit dem Erdaushub der U-Bahnbaustelle. Zwischen den Ufermauern entstand von 1926 bis 1928 nach Plänen von Erwin Barth der Kanalpark. Damals verschwand auch die Oranienbrücke mit ihren mächtigen Jugendstilkandelabern, eine von neun Kanalquerungen.

Die Autobahnplanungen der 1960er Jahre sahen vor, die sogenannte ‚Südtangente‘ als Bundesautobahn 106 und die ‚Osttangente‘ als Bundesautobahn 102 auf dem Oranienplatz in einem Autobahnkreuz aufeinandertreffen zu lassen. Die in den Flächennutzungsplänen von 1965 und 1985 vorgesehenen massiven Eingriffe in die gewachsene Stadtstruktur werden nicht mehr verfolgt.

Aufgrund seiner starken Frequentierung im Herzen Kreuzbergs musste der Platz mit seiner linsenförmigen Mittelinsel bereits mehrfach umgestaltet und den Bedürfnissen der Bewohner angepasst werden. Die letzte Umgestaltung wurde 2007 abgeschlossen.

Heute ist der Oranienplatz als Stadtplatz in der Denkmalliste des Landes Berlin eingetragen. An der nördlichen Seite des Platzes befindet sich seit 1986 der Drachenbrunnen.

Am 1. Mai starten traditionell Demonstrationen auf dem Oranienplatz, außerdem findet hier jährlich das Interkulturelle Umwelt- und Gesundheitsfestival statt.

Oranienplatz, Blickrichtung Osten
Oranienplatz, Drachenbrunnen
Oranienplatz, Blickrichtung Osten
Oranienplatz, Drachenbrunnen

Lage

Die folgenden Straßenzüge kreuzen den Oranienplatz:

Oranienstraße in Ost-West-Richtung
Dresdener Straße

Außerdem beginnen folgende Straßen am Oranienplatz:

Legiendamm (früher Luisenufer)
Leuschnerdamm (früher Elisabethufer)
Naunynstraße
Erkelenzdamm (früher Elisabethufer)
Segitzdamm (früher Luisenufer)

U-Bahnhof Oranienplatz

Beim Bau des nördlichen Abschnitts der damaligen U-Bahnlinie D (heutige U-Bahnlinie 8) ab 1927 wurde für die vorgesehene Streckenführung unter der Dresdener Straße der Bahnhof Oranienplatz (Dresdener Straße) errichtet, der zum Teil heute noch existiert. Die Pläne wurden dann auf Druck des Wertheim-Konzerns, der eine direkte Anbindung seiner Filiale am Moritzplatz wünschte und dafür angeblich fünf Millionen Reichsmark zahlte, geändert. Der dadurch überflüssige U-Bahnhof Oranienplatz wurde lange Zeit vom Energieversorger Bewag als Schaltstation genutzt.

Ansichtskarte Oranienplatz 1899
Ansichtskarte Oranienplatz um 1900
Ansichtskarte Oranienplatz 1899
Quelle: http://www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
Ansichtskarte Oranienplatz um 1900

 

teilweise aus Wikipedia,
der freien Enzyklopädie
Wikipedia, die freie Enzyklopädie