Wilhelmstraße - Berlin-Kreuzberg - Xhain.info

Wilhelmstraße

Wilhelmstraße

10117 Berlin

10963 Berlin

Kreuzberg/Mitte

 

Die Wilhelmstraße (Postleitzahl Kreuzberg 10963: Hausnummern 1-42 und ab 98, Postleitzahl Mitte 10117: Hausnummern 43 - 97) liegt in den Berliner Ortsteilen Mitte und Kreuzberg. Sie war der Sitz wichtiger Regierungsbehörden Preußens und des Deutschen Reiches. Bis 1945 stand der Ausdruck Wilhelmstraße auch für die gesamte deutsche Reichsregierung, ähnlich wie Whitehall für die britische Regierung oder der Quai d'Orsay für das französische Außenministerium stehen.


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Die Straße verläuft in nord-südlicher Richtung. Sie beginnt im Norden am Reichstagufer, kreuzt den Boulevard Unter den Linden an der Ostseite des Pariser Platzes und die Leipziger Straße und endet am Halleschen Ufer nahe dem Halleschen Tor in Kreuzberg (weiterlesen).

   
Adressen in der Wilhelmstraße nach Hausnummern (Seite kostenlos eintragen)
   
9  
Tommy-Weisbecker-Haus (TWH)
Nightlife in Friedrichshain-Kreuzberg
   
140  
Willy-Brandt-Haus
Politik in Friedrichshain-Kreuzberg
   
149  
Rollout (Vermietung von Elektrorollern)
Verkehr - Friedrichshain-Kreuzberg

 

 

 


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Nachdem Friedrich Wilhelm I. König geworden war, ließ er Berlin und damit auch die Friedrichstadt erheblich vergrößern. Innerhalb der Friedrichstadt-Erweiterung wurde 1731 die Husarenstraße angelegt. Nach dem Tod von Friedrich Wilhelm I. wurde sie nach ihm umbenannt.

Im nördlichen Teil der Straße entstanden viele Palais von Ministern und persönlichen Vertrauten des Königs, wie zum Beispiel Samuel von Marschall. Drei dieser Palais bekamen durch einen Ehrenhof eine besonders repräsentative Gestaltung. Das Palais Schwerin (benannt nach Kurt Christoph von Schwerin), später Palais des Reichspräsidenten, das Palais Schulenburg, danach Reichskanzlei und das Palais Vernezobre, später umgebaut zum Prinz-Albrecht-Palais.
Im südlichen Ende der Straße siedelte sich ab 1737 die aus Böhmen nach Berlin gekommene Herrnhuter Brüdergemeine an.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts nahmen wichtige Ministerien Preußens ihren Sitz in der Straße. Ab 1871 folgten Regierungsbehörden des Deutschen Reiches. Ausländische Botschaften bauten in direkter Nähe. Nach 1933 richteten sich die Schaltzentralen des Nationalsozialismus an der Wilhelmstraße ein.

Viele Gebäude erhielten während des Zweiten Weltkrieges schwere Schäden durch Bomben oder Straßenkämpfe und wurden nach 1945 abgerissen. Zwischen der Behren- und der Voßstraße wurden in den späten 1980er-Jahren Wohn- und Geschäftshäuser in Plattenbauweise errichtet. Sie erhielten relativ aufwendige Fassaden und waren ein beliebtes Domizil der DDR-Nomenklatura.

Heute versucht die Stiftung Topographie des Terrors, die Straße unter dem Begriff Geschichtsmeile Wilhelmstraße in ihren historischen Bezügen für die Öffentlichkeit aufzuarbeiten. Auf Initiative des Abgeordnetenhauses von Berlin weist eine ständige Straßenausstellung mit gläsernen Infotafeln auf die Standorte früherer Institutionen hin.

In der Wilhelmstraße befanden sich vor 1945 unter anderem folgende Gebäude:

Reichsschatzamt (Reichsfinanzministerium) (Nr. 61)
Reichskolonialamt (Nr. 62)
Preußisches Staatsministerium (Nr. 63)
Geheimes Zivilkabinett (Nr. 64)
Preußisches Justizministerium (Nr. 65)
Preußisches Kultusministerium (Nr. 68)
Britische Botschaft (Nr. 70)
Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft (Nr. 72)
Palais des Reichspräsidenten der Weimarer Republik (Nr. 73)
Reichskanzleramt (Nr. 74)
Auswärtiges Amt (Nr. 75/76)
Alte Reichskanzlei (Nr. 77)
Erweiterungsbau zur Reichskanzlei (Nr. 78)
Neue Reichskanzlei (Ecke Wilhelmstraße/Voßstraße)
Reichsverkehrsministerium (Nr. 79/80)
Reichsluftfahrtministerium (Nr. 81–85)
Prinz-Albrecht-Palais (Nr. 102/103 und 106), Sitz des Sicherheitsdienstes des Reichsführers-SS, Büro des Chefs der Sicherheitspolizei bzw. ab 1939 des Leiters des Reichssicherheitshauptamtes und Personalverwaltung des Reichssicherheitshauptamtes
Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (Wilhelmplatz 8/9)

 

Bücher zur Wilhelmstraße
 

 

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