Carl-Herz-Ufer

Carl-Herz-Ufer

Carl-Herz-Ufer - Berlin-Kreuzberg - Postleitzahl: 10961

Das Carl-Herz-Ufer (Postleitzahl 10961) ist eine Straße am Landwehrkanal im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Ortsteil Kreuzberg. Die Straße beginnt an der Wilmsstraße als Fortsetzung der Geibelstraße, führt über die Baerwaldstraße und endet hinter der Tempelherrenstraße als Sackgasse. Die Verbindungswege zur Brachvogelstraße und zur Johanniterstraße sind nur für Fußgänger und Radfahrer passierbar.

Benannt ist das ehemalige Teilstück des Planufers seit dem 25. November 1965 nach dem ehemaligen Kreuzberger Bezirksbürgermeister Carl Herz (1877–1951). Der Sozialdemokrat wurde 1923 als Nachfolger von Martin Kahle zum 2. Bürgermeister des 1920 gebildeten Bezirks gewählt. Am 10. März 1933 wurde Carl Herz aufgrund seiner jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten gewaltsam aus dem Amt vertrieben und öffentlich misshandelt. Herz emigrierte nach 1939 nach London und übersiedelte 1946 nach Palästina/Israel.

 
 

Carl-Herz-Ufer - Adressen

Restaurant Brachvogel Restaurant Brachvogel

Carl-Herz-Ufer 34
10961 Berlin

Mehr Infos

Carl-Herz-Ufer - Karte

Carl-Herz-Ufer - Bilder

Carl-Herz-Büste

Carl-Herz-Porträtstele vor dem Rathaus Kreuzberg in der Yorckstraße 4-11. Erschaffen von dem Berliner Bildhauer Prof. Joachim Dunkel. Auf dem einer Thora nachempfundenen Sockel ist u. a. das Zitat von Carl Herz „Die überaus große organisatorisch, wirtschaftliche und wissenschaftliche Kraft des deutschen Volkes muss nicht der Vernichtung der Welt, sondern ihrer Verschönerung dienstbar gemacht werden.“ eingraviert. Zur Einweihung der Stele 1985 reisten auch die Tochter von Carl Herz, Hilde Wechsler und seine Enkeltochter Alisa Zlil aus Israel an.

Carl-Herz-Ufer am Landwehrkanal

Carl-Herz-Ufer (rechts) am Landwehrkanal. Blickrichtung Baerwaldbrücke.

Altes Zollhaus am Landwehrkanal

Altes Zollhaus am Landwehrkanal, Carl-Herz-Ufer 30. Errichtet 1901 nach Plänen des Architekten Ludwig Hoffmann (1852–1932). Ursprünglich wurde das Fachwerkhaus als Depot der Straßenreinigung genutzt, später als Zahlstelle für Schiffe auf dem Landwehrkanal. Seit 1980 ist das Alte Zollhaus eine Gaststätte.