Hornstraße - Berlin-Kreuzberg - Xhain.info

Hornstraße

Hornstraße

10963 Berlin

Kreuzberg

 

Die Hornstraße (Postleitzahl 10963) ist eine Straße im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, im Ortsteil Kreuzberg. Sie verläuft von der Yorckstraße und der Großbeerenstraße bis zur Möckernstraße. Jährlich im September findet hier das traditionelle Hornstraßenfest statt. Benannt ist die Straße seit dem 24.08.1873 nach dem General der preußischen Infanterie Heinrich Wilhelm von Horn (* 31. Oktober 1762 in Warmbrunn, Niederschlesien; † 31. Oktober 1829 in Münster, Westfalen).


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Der Verlauf der Hornstraße wurde 1855 durch Peter Joseph Lenné und 1862 im Hobrecht-Plan festgelegt. Dieser Bebauungsplan für die Umgebung von Berlin sah den Bau der Hornstraße als Teil des Generalszugs vor, einer Abfolge von breiten Straßen und Plätzen in Kreuzberg und Schöneberg. Bis 1873 wurde die Trasse auch noch als Straße A, Abt. III des Bebauungsplans bezeichnet (weiterlesen).
   
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Hornstraße
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Als Name war seit 1864 Yorkstraße vorgesehen gewesen, stattdessen wurde sie nach Heinrich Wilhelm von Horn benannt, einem engen Vertrauten General Yorcks.

Im Gebiet der Hornstraße ließen sich Lennés und Hobrechts Planungen nicht verwirklichen: Grund hierfür war das Bahngelände im Vorfeld des Anhalter und Potsdamer Bahnhofs. Im Bereich des ursprünglich geplanten Verlaufs des Generalszuges entstanden umfangreiche Gleisanlagen, insbesondere der Anhalter Güterbahnhof. Die Querung des Bahngeländes erwies sich etwa 400 Meter südlich im Bereich der heutigen Yorckbrücken als einfacher, da dort eine weitaus geringere Zahl von Brücken erforderlich war. Die Yorckstraße wurde nach Südwesten verschwenkt, die Hornstraße entfiel als Teil des Generalszugs.

Im Zuge der „Germania-Planungen“ der Nationalsozialisten in den 1930er- und 1940er-Jahren sollten die Anlagen der Potsdamer und Anhalter Güterbahnhofs aufgegeben werden, um Platz für die neue Nord-Süd-Achse zu machen. Damit verbunden war die Fortführung der Hornstraße entlang des historischen Verlaufs bis zur Bülowstraße.

Unterhalb der Kreuzung war ein Bahnhofskomplex für S- und U-Bahn vorgesehen. Die S-Bahnstrecken der Wannseebahn sowie die der Anhalter und Dresdner Bahn aus dem Süden sowie der Nord-Süd-Tunnel und eine neu zu bauende Strecke vom Görlitzer Bahnhof aus Norden kommend sollten im zehngleisigen Bahnhof Hornstraße zusammenlaufen. Der U-Bahnhof wurde vorgesehen, da die gesamte Bahnanlage um das Gleisdreieck neuzugestalten gewesen wäre. Die Planungen wurden allerdings nie umgesetzt.

Heute erinnert die auch für Berliner Verhältnisse ungewöhnlich große Breite der baumbestandenen Straße an die Planungsgeschichte. Die ursprüngliche Bebauung der Hornstraße entstand in den 1880er- und 1890er-Jahren.[2] Für den Autoverkehr ist die Straße heute nur von der Möckernstraße im Westen aus zugänglich; am östlichen Ende mit der verkehrsreichen Yorckstraße grenzt der Biergarten des Yorckschlösschens teilweise an die Hornstraße.

Am Haus Hornstraße 3 erinnert eine Gedenktafel an die Widerstandskämpferin Ursula Goetze.

Vor dem Haus Hornstraße 6 befindet sich ein Stolperstein für den Höhlenforscher und Naturschützer Benno Wolf, der 1943 im KZ Theresienstadt ermordet wurde.

Vor dem Haus Hornstraße 19 befinden sich Stolpersteine für:

* Willy Cahn (* 1880), deportiert 1944 nach Theresienstadt, ermordet in Auschwitz.
* Max Kolsen (* 1881), Flucht in den Tod am 10. Januar 1942.
* Adolf Ringer (* 1883), deportiert 1941, ermordet in Riga.
* Emma Ringer, geb. Spitz (* 1888), deportiert 1941, ermordet in Riga.

Vor dem Haus Hornstraße 23 befinden sich Stolpersteine für:

* Agnes Löwenthal, geb. Sollinger (* 1866), deportiert 1942, Theresienstadt.
* Jenny Stein, geb. Arnhelm (* 1888), deportiert 1943; 31. Osttransport.
* Gertrud Arnhelm (* 1893), deportiert 1943, ermordet in Auschwitz.
* Charlotte Arnhelm (* 1892), deportiert 1943, ermordet in Auschwitz.


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