Bethaniendamm

Bethaniendamm

Bethaniendamm - Berlin-Kreuzberg - Postleitzahl: 10997, 10999

Der Bethaniendamm (Postleitzahl 10997 für die Hausnummern 1-49 und Postleitzahl 10999 für die Hausnummern ab 51) ist eine ca, 500 Meter lange Straße im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg (Ortsteil Kreuzberg). Sie führt vom Engelbecken am Leuschnerdamm bis zur Schillingbrücke, wo sie sich mit dem Engeldamm vereinigt. In seinem Verlauf kreuzt der Bethaniendamm die Adalbertstraße und die Köpenicker Straße und bildet das nördliche Ende des Mariannenplatzes.

Zwischen Engeldamm und Bethaniendamm verlief der Luisenstädtische Kanal, der die Spree mit dem Landwehrkanal verband, 1926 wurde der Kanal teilweise zugeschüttet und in eine Gartenanlage umgestaltet. Zu Zeiten der Teilung Berlins verlief entlang des ehemaligen Kanals die Grenze zwischen Ost- und West, heute bildet er die Grenze zwischen den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte.

Am 24. März 1849, während des Baus des Kanals, bekam der westliche Teil des Kreuzberger Ufers den Namen Bethanienufer, der östliche den Namen Mariannenufer. Am 20. Mai 1937, unter der Herrschaft der Nationalsozialisten, wurden beide Teile zum Felsendamm zusammengelegt. Namensgeber war der SS-Mann Eduard Felsen, der am 28. Februar 1933 bei einem Überfall auf eine linke Gaststätte in der Willibald-Alexis-Straße erschossen wurde. Seit dem 31. Juli 1947 trägt die Straße ihren heutigen Namen, in Anlehnung an das ehemalige Diakonissen-Krankenhaus Bethanien am Mariannenplatz.

Bethaniendamm - Adressen

Sankt Thomas Kirche St.-Thomas-Kirche

Bethaniendamm 23-27
10997 Berlin

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Hausprojekt Georg von Rauch-Haus Georg-von-Rauch-Haus

Bethaniendamm 28
10997 Berlin

Mehr Infos

 

Bethaniendamm - Bilder

Sankt-Thomas-Kirche

St.-Thomas-Kirche am Bethaniendamm 23-27. Der Kirchenbau wurde in den Jahren 1864-1869 nach einem Entwurf des Berliner Architekten Friedrich Adler (1827-1908) errichtet und steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz (Objektdokumentennummer: 09031197).

Georg-von-Rauch-Haus

Georg-von-Rauch-Haus am Bethaniendamm 28. Das ehemalige Schwesternwohnheim des Bethanien-Krankenhauses wurde 8. Dezember 1971 besetzt und ist bis heute ein alternatives Hausprojekt. Benannt ist es nach dem Anarchisten Georg von Rauch, der vier Tage vor der Besetzung bei einem Schusswechsel mit der Berliner Polizei ums Leben gekommen war. In den nachfolgenden Jahren wurde das Rauchhaus Ziel diverser Hausdurchsuchungen, eine dieser Razzien besang Rio Reiser im Rauch-Haus-Song der Band Ton Steine Scherben. Am 25. Dezember 2011 wurde das Haus durch einen Brandanschlag schwer beschädigt und später aufwendig saniert.

Bethanien am Bethaniendamm

Rückseite des ehemaligen Diakonissenkrankenhauses Bethanien am Bethaniendamm (siehe auch Mariannenplatz).

Luisenstädtischer Kanal / Immergrüner Garten

Immergrüner Garten / Luisenstädtischer Kanal zwischen Bethaniendamm (links) und Engeldamm, Höhe Adalbertstraße, Blickrichtung Engelbecken. Der Kanal war ca. 2,3 km lang, 22,5 Meter breit und 1,5 Meter tief. Er wurde zwischen 1848–1852 erbaut, 1923 zugeschüttet und anschließend zu einer Grünfläche umgestaltet. Während der Teilung der Stadt verlief die Grenze zwischen West-Berlin (Kreuzberg) und Ost-Berlin (Mitte) südlich des Kanals direkt am Bethaniendamm. Nach dem Mauerbau 1961 wurden der Kanal und das Engelbecken für die Anlage des Todesstreifen komplett verfüllt und planiert. Die Wiederherstellung der Gartenanlage begann ab 1991.

Bethaniendamm Ecke Leuschnerdamm

Bethaniendamm, Ecke Leuschnerdamm.

Bethaniendamm - Karte