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Lage im Stadtraum
Die Frankfurter Allee ist zusammen mit der Karl-Marx-Allee
eine der sieben nach Norden und Osten führenden radialen
Ausfallstraßen, die vom historischen Zentrum der Stadt,
also im Wesentlichen vom Alexanderplatz, ausgehen.
Straßenführung
Die Allee beginnt am Frankfurter Tor. Sie verläuft durch
die Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Lichtenberg und geht
an der Einmündung der Rosenfelder Straße in die Straße
Alt-Friedrichsfelde über.
Wichtige Querstraßen sind
der Straßenzug Petersburger
Straße/Warschauer
Straße am Frankfurter Tor,
der Straßenzug Möllendorffstraße/Gürtelstraße
am S+U-Bahnhof Frankfurter Allee, und
der Straßenzug Weitlingstraße/Skandinavische Straße
am S+U-Bahnhof Lichtenberg
Öffentliche Verkehrsmittel
Die Frankfurter Allee ist ebenso wie für den Individual-
auch für den Öffentlichen Verkehr von großer Bedeutung.
Sie wird auf der gesamten Länge von der U-Bahnlinie 5 befahren.
Diese wurde am 21. Dezember 1930 mit den Stationen Frankfurter
Tor, Samariterstraße, Frankfurter Allee, Magdalenenstraße
und Lichtenberg unter der heutigen Frankfurter Allee eröffnet.
Bis 1945 fuhr zudem die Straßenbahn die Straße ebenfalls
auf der gesamten Länge. Heute wird sie lediglich am U-Bahnhof
Frankfurter Tor von der Linie M10 und am S+U-Bahnhof Frankfurter
Allee von den Linien M13 und 16 gekreuzt
S-Bahnhof
Etwa auf mittlerer Höhe der Straße, in der Nähe
zur Kreuzung mit der Möllendorff- und Gürtelstraße,
befindet sich der S-Bahnhof Berlin Frankfurter Allee. Er wird
im bahnamtlichen Betriebsstellenverzeichnis unter BFAL geführt.
Der erste Halt wurde bereits um 1875 unter dem Namen Friedrichsberg
eröffnet, der Name geht auf eine kleine Siedlung östlich
des Bahnhofs zurück. 1890/91 wird schließlich der heute
noch existente Bahnhof Frankfurter Allee eröffnet. Neben
einem Mittelbahnsteig erhielt die Station ein Empfangsgebäude
im Backsteinstil.
Im Zuge des U-Bahnbaus Ende der 1920er Jahre musste die alte
Ringbahnbrücke abgerissen und durch eine neue, breitere ersetzt
werden. Eigentlich war auch vorgesehen, eine direkte Umsteigeverbindung
zwischen der U5 und dem Ringbahnhof herzustellen, diese wurde
jedoch nicht verwirklicht. Ein nachträgliches Einfügen
wäre heute nicht mehr machbar, da die Gleise auf der Brücke
nicht weit genug auseinander ragen, es müsste also für
einen Direktweg per Fahrstuhl nicht nur ein neuer Bahnsteig, sondern
auch eine neue Brücke her.
U-Bahnhof
Der U-Bahnhof wurde am 21. Dezember 1930 zunächst als Frankfurter
Allee (Ringbahn) seiner Bestimmung übergeben. Er wurde, wie
die gesamte an dem Tag eingeweihte Strecke, von Alfred Grenander
entworfen. Das Kürzel für den U-Bahnhof ist Ff.
Die Grundfarbe des Bahnhofs ist Rot. Diese wurde auch bei der
Einweihung 1930 gewählt, jedoch bei einer grundlegenden Sanierung
des Bahnhofs in den 1980er Jahren in Orange geändert. Nach
einer weiteren Sanierung im Jahr 2004 wurde das Rot durch eine
neue Verkleidung wiederhergestellt. Gleichzeitig wurde ein Aufzug
zwischen Bahnsteig und Zwischengeschoss eingebaut. Von dort aus
gelangt man direkt in das sich anschließende Einkaufs-Zentrum
Ring Center I.
Anders als die meisten Bahnhöfe, die dem Grundtyp des Bahnhofs
Memeler Straße (heute Weberwiese) entsprechen, erhielt er
eine doppelte Stützenreihe anstelle einer einfachen. Zudem
verfügt er über eine Maximalbreite von 13,30 m, sie
erschien jedoch auf Grund des erwarteten starken Umsteigeverkehrs
zur S-Bahn als notwendig. Der Breite entsprechend sind auch die
Auf- und Abgänge großzügig gestaltet. Östlich
und Westlich des Bahnhofs schließt sich jeweils eine zweigleisige
Kehranlage an.
Geschichte
1708 ließ der Markgraf Albrecht Friedrich von Schwedt die
Straße als Heerweg anlegen. Von 1824 bis 1872 hieß
die Straße Frankfurter Chaussee, bis das Stück zwischen
dem Frankfurter Tor und der Grenze von Berlin am 20. September
1872 in Folge einer Kabinettsorder in Frankfurter Allee umbenannt
wurde. Weitere Teile wurden später auch umbenannt. 1950 zum
70. Geburtstag von Stalin wurde die Allee in Stalinallee umbenannt.
1961 nach dem Tod von Stalin wurde der Teil vom Alexanderplatz
bis zum Frankfurter Tor in Karl-Marx-Allee benannt und der Teil
vom Frankfurter Tor bis Alt-Friedrichsfelde in Frankfurter Allee
zurückbenannt.
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