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Die Samariterkirche ist eine von etwa 70 Kirchen, die der Evangelische
Kirchenbauverein zwischen 1890 und 1918 in erster Linie in Deutschland
baute. Diese vom Kaiser Wilhelm II. ausgehende Initiative entstand
wegen einer damals zunehmenden Politisierung in der deutschen
Bevölkerung, die sich von Seiten der Monarchie als ein religiös-sittlicher
Notstand darstellte, den es zu bekämpfen galt. Neben den
politischen Motiven waren aber auch die demografischen Entwicklungen,
insbesondere das starke Wachstum der Berliner Bevölkerung,
ein wesentlicher Grund für den Bau.
In der Zeit des Nationalsozialismus war das Gotteshaus ein Zentrum
des Pfarrernotbundes, aus dem sich im Mai 1934 die Bekennende
Kirche formierte.
In der späten DDR war das Gotteshaus unter Rainer Eppelmann
und Günter Holly Holwas ein Zentrum der aufstrebenden Friedensbewegung
und DDR-Oppositionsbewegung. Insbesondere durch die damals (19791986)
politisch hochbrisanten Blues-Messen erlangte es eine landesweite
und nicht unumstrittene Bekanntheit.
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