Samariterkirche - Berlin-Friedrichshain - Xhain.info
 
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Samariterkirche - Evangelischer Pfarrsprengel Friedrichshain-Nord
 
Samariterkirche Samariterkirche
   

Samariterkirche
Samariterstraße 27, 10247 Berlin

Die Samariterkirche in Berlin-Friedrichshain (Nordkiez) wurde in der Zeit vom 7. Mai 1892 bis 20. Oktober 1894 vom Evangelischen Kirchenbauverein nach einem Entwurf des Architekten Gotthilf Ludwig Möckel gebaut. Sie steht in der 1895 nach ihr benannten Samariterstraße an der Kreuzung zur Bänschstraße und wird heute heute von der Galiläa-Samariter-Kirchengemeinde genutzt. Die Gemeinde gehört zum Evangelischen Kirchenkreis Berlin Stadtmitte der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), die eine Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Die Gemeinde hat 3249 Mitglieder (Stand 31.12.2009), zusammen mit der Auferstehungs-Kirchengemeinde bildet sie den Pfarrsprengel Friedrichshain-Nord. Zum Jahresende 2009 hatte der Sprengel 4288 Gemeindemitglieder. Die Galiläakirche in der Rigaer Straße, mit deren Gemeinde die Samariter im Jahr 2001 fusionierte, wird nicht mehr als Kirche genutzt. Seit dem 9. November 2008 hat dort das Jugendwiderstandsmuseum seinen Platz.

   
   

Die Samariterkirche ist eine von etwa 70 Kirchen, die der Evangelische Kirchenbauverein zwischen 1890 und 1918 in erster Linie in Deutschland baute. Diese vom Kaiser Wilhelm II. ausgehende Initiative entstand wegen einer damals zunehmenden Politisierung in der deutschen Bevölkerung, die sich von Seiten der Monarchie als ein religiös-sittlicher Notstand darstellte, den es zu bekämpfen galt. Neben den politischen Motiven waren aber auch die demografischen Entwicklungen, insbesondere das starke Wachstum der Berliner Bevölkerung, ein wesentlicher Grund für den Bau.

In der Zeit des Nationalsozialismus war das Gotteshaus ein Zentrum des Pfarrernotbundes, aus dem sich im Mai 1934 die Bekennende Kirche formierte.

In der späten DDR war das Gotteshaus unter Rainer Eppelmann und Günter Holly Holwas ein Zentrum der aufstrebenden Friedensbewegung und DDR-Oppositionsbewegung. Insbesondere durch die damals (1979–1986) politisch hochbrisanten Blues-Messen erlangte es eine landesweite und nicht unumstrittene Bekanntheit.

   

Links:

Gemeindesprengel Friedrichshain Nord

 

 

 

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