Eldenaer Straße - Berlin-Friedrichshain - Xhain.info

Eldenaer Straße

Eldenaer Straße

10247 Berlin

Friedrichshain

 

Die Eldenaer Straße (Postleitzahl 10247) ist eine Straße im Berliner Stadtteil Friedrichshain und damit im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Sie verläuft von der Thaerstraße bis zur Scheffelstraße (Lichtenberg), im Norden grenzt die Eldenaer Straße an den ehemaligen Schlachthof, der zum Bezirk Pankow gehört. Sie bildet damit den nördlichen Abschluss des Samariterviertels und ist Teil des Nordkiezes. Benannt ist die Straße nach dem ehemaligen Kloster Eldena.


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Kloster Eldena

Das Kloster Eldena ist ein ehemaliges Zisterzienserkloster in der Nähe der heutigen Stadt Greifswald. Das Kloster ist nur als Ruine erhalten.

Im 12. Jahrhundert befand sich die südlich von Rügen gelegene Ostseeküste im Einflussbereich des auf Rügen ansässigen Fürstentums der Ranen, das seinerseits unter der Oberhoheit der Dänen stand. Unter dieser Konstellation gelang es dem auf der dänischen Insel Seeland beheimateten Zisterzienser-Kloster Esrom, 1172 im westlich von Demmin gelegenen Dargun ein Tochterkloster zu gründen. Da dieses aber bereits 1198 infolge kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen Dänemark und Brandenburg wieder zerstört wurde, bot der Ranenfürst Jaromar I., dessen Frau dem dänischen Königshaus entstammte, den dänischen Zisterziensermönchen an, sich an der Mündung des Flusses Ryck anzusiedeln (der Ryck floss vor seiner Nordverlegung direkt nördlich des Klosters in die Dänische Wieck).

Da sich in der Nähe eine einträgliche Salzpfannenstelle befand, wurde das Angebot angenommen und 1199 das Kloster Hilda gegründet, das 1204 vom Papst Innozenz III. offiziell bestätigt wurde. Das Kloster wurde von den Rügenfürsten mit umfangreichen Ländereien im Grenzgebiet zwischen den rügenschen Ländern Gristow und Wostrose (Wusterhusen), dem zwischen Rügen und Mecklenburg umstrittenen Land Lositz (Loitz) und der pommerschen Grafschaft Gützkow ausgestattet. Hilda war der ursprüngliche Name der heute zu Greifswald gehörenden Ortschaft Eldena, in deren unmittelbarer Nähe das Kloster errichtet wurde, so dass man heute vom Kloster Eldena spricht. Das Kloster hatte großen Anteil an der Christianisierung Vorpommerns, und von ihm ging Anfang des 13. Jahrhunderts die Gründung der Stadt Greifswald aus, welche als Marktsiedlung des Klosters gegenüber der Saline angelegt wurde. Nachdem die Dänen sich nach der Schlacht bei Bornhöved (1227) aus dem sich zu dieser Zeit nur bis zum Südufer des Rycks erstreckenden Pommern zurückziehen mussten, konnte der Pommernherzog Wartislaw III. das Kloster 1249 "überreden", ihm Greifswald zu Lehen zu geben.

Die Errichtung der Klostergebäude zog sich über vier Jahrhunderte hin. Um 1200 hatte man mit den Ostteilen der Klosterkirche begonnen, mit dem Bau des Klausurgebäudes war man von der Mitte des 13. Jahrhunderts bis in das 14. Jahrhundert hinein beschäftigt, ehe zum Anfang des 15. Jahrhunderts mit der Fertigstellung der Westfassade der Klosterkirche und des Langhauses der Klosterbau im Wesentlichen abgeschlossen war.

Nachdem 1535 in Pommern die Reformation eingeführt wurde, übernahm Herzog Philipp I. von Pommern das Kloster samt seinen Ländereien und wandelte es in einen Gutshof um. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Kloster stark beschädigt. 1634 wurde es durch Schenkung der Universität Greifswald übergeben. Während der schwedischen Besetzung Vorpommerns (1648–1815) verfielen die Gebäude und wurden teilweise als Steinbruch für den Festungsbau genutzt. So fand Anfang des 19. Jahrhunderts der romantische Maler Caspar David Friedrich das Kloster nur noch als Ruine vor, die er zum Motiv für mehrere seiner Werke machte. So wieder in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt, begannen 1828 erste Restaurierungsarbeiten, und nach Plänen des preußischen Gartengestalters Peter Joseph Lenné wurde auf dem Klostergelände ein Park angelegt. 1926/27 wurden wissenschaftliche Grabungen durchgeführt, um den ursprünglichen Zustand der Klostergebäude zu rekonstruieren. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden erneut Sanierungsmaßnahmen durchgeführt und danach das Klostergelände für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Ab 1996 veranlassten das Landesamt für Denkmalpflege und die Stadt Greifswald abermals Sicherungs- und Sanierungsarbeiten, die schließlich zur Errichtung einer Kulturstätte der Europaregion Pomerania führten.

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