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Auferstehungskirche - Evangelischer Pfarrsprengel Friedrichshain-Nord
 
Auferstehungskirche
Auferstehungskirche
   
Auferstehungskirche
Friedenstraße 83, 10243 Berlin
 
   

Die Auferstehungskirche ist eine evangelische Kirche im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Ortsteil Friedrichshain. Sie wurde in den Jahren 1892–1895 auf dem Gelände des ehemaligen Armenfriedhofs (heute Friedhof V der Georgen-Parochialgemeinde) an der Friedenstraße erbaut. Sie wird vom Umweltforum Berlin und der evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde genutz. Die Gemeinde gehört zum Evangelischen Kirchenkreis Berlin Stadtmitte der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), die eine Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Die Gemeinde hat 1039 Mitglieder (Stand 31.12.2009), zusammen mit der Galiläa-Samariter-Kirchengemeinde bildet sie den Pfarrsprengel Friedrichshain-Nord. Zum Jahresende 2009 hatte der Sprengel 4288 Gemeindemitglieder.

   
Auferstehungskirche 1896
Auferstehungskirche 1951
Ansicht um 1896
Quelle: Wikipedia
Foto vom 7. Dezember 1951
Dieses Bild steht unter CC-BY-SA-Lizenz - Bundesarchiv, Bild 183-19000-0420
   
   

Kirchengeschichte und Architektur

- Bau und Gestaltung 1892 bis 1895

Die Auferstehungskirche in der Friedenstraße 84 wurde zwischen 1892 und 1895 mit Benutzung einer von Hermann Blankenstein aufgestellten Skizze und dem Gesamtentwurf durch den Regierungsbaurat August Menken erbaut. Die Kirche wurde gebraucht, um die Tochtergemeinde St. Markus aufzunehmen, und erhielt ihren Namen durch ihre Lage auf dem ehemaligen Armenfriedhof.

Die Kirche wurde als dreischiffiger Hallenbau mit eisernen Säulen und balkonartig vortretenden Emporen gebaut. Das Gebäude stellt einen Mauerwerkbau dar, der mit hellrotem Klinker, braunen Formsteinen und Glasurziegeln verblendet wurde.

Der Eingangsbereich ist bis heute nach Westen gerichtet, über ihm erhob sich der hohe viereckige Turm. An ihn schlossen sich im unteren Geschoss zwei Säle für den Kirchenrat und die Konfirmanden, sowie ein Achteckturm und Treppenraum mit Treppen zu den Emporen an. Den Chorraum umschloss ein schmaler Umgang, an den zwei halbachteckige Ausbauten mit schmaler Vorhalle dazwischen anschlossen.
Grundriss

Die Ausgestaltung des Backsteinbaues zeigt romanische Stilformen mit Anlehnung an norddeutsche Vorbilder durch Formsteine und Glasuren bereichert und in Verbindung mit einem Strebepfeilersystem. Zugleich wurde jedoch am Rundbogenstil der Berliner Schule festgehalten, der in der Folge nur noch von wenigen Architekten aufgegriffen wurde. Die einzelnen Gewölbefelder der Seitenschiffe erhielten Satteldächer mit Giebeln. Das gleiche Giebelmotiv findet sich auch an dem im halben Achteck schließenden Chor, den ein Zeltdach mit kleinem Dachreiter abschließt. Auch im Innern waren Pfeiler, Bögen, Rippen, Ecken aus Backstein und reiche ornamentale Malereien bedeckten die Wand- und Gewölbeflächen. Die Kanzel bestand aus Kalkstein, der Taufstein aus Marmor mit Messingdeckel. Die Kirche enthielt 1500 Sitzplätze, von denen 500 auf die Empore kamen. Das Schiff war im Innern 31 m lang und 21,50 m breit; die äußeren Abmessungen betragen 56 in der Länge und 32 m in der Breite; der Turm war 76 m hoch.

- Zerstörung und Wiederaufbau

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Kirche zu großen Teilen zerstört, nur der Turm ohne Turmspitze sowie einige der Neben- und Anbauten blieben erhalten und konnten später beim Wiederaufbau der Notkirche und des Gemeindesaals als Ansätze dienen. Am 14. Mai 1961 wurde die vollständig von dem ursprünglichen Kirchenbau abweichende neue Kirche eingeweiht. Der Innenraum enthielt weder Emporen noch sonstigen Schmuck, sondern lediglich ein buntes Altarfenster, welches 1959 von Inge Pape gefertigt wurde.

Bis zur Wende hatte sich der Zustand des Gebäudes wieder verschlechtert. Fenster im Kirchensaal waren zerstört, die Heizung funktionierte nicht mehr. Zwischen 2000 und 2002 erfolgte eine Restaurierung auf der Basis des mittlerweile als Kulturdenkmal ausgewiesenen Kirchenbaus. Das Hauptgebäude erhielt einen modernen Anbau aus Glas und Stahl sowie ein Flachdach. Durch den Anbau wurden die ursprünglichen Proportionen der Kirche wieder hergestellt. Auf eine Turmspitze für den quadratischen Turm wurde verzichtet. Bei der Neugestaltung der Kirche spielten ökologische Aspekte eine große Rolle. So verfügt das Gebäude über ein Blockheizkraftwerk, eine Photovoltaikanlage, Solarfassaden und Lehmputzwände.

   

Links:

Gemeindesprengel Friedrichshain Nord

 

 

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