Sankt-Antoniuskirche
Die Sankt-Antoniuskirche ist eine katholische Kirche in Friedrichshain.
Sie befindet sich an der Rüdersdorfer Straße und steht
heute unter Denkmalschutz.
Das Gebäude, in dem sich die heutige Sankt-Antoniuskirche
befindet, wurde 1897/98 als Leo-Hospiz, benannt nach Papst Leo
XIII., nach Entwürfen von Hermann Bunning erbaut. Es handelte
sich um ein Gebäude aus roten Backsteinen, an dem seitlich
ein kleiner Chor mit Dachturm angebaut war. Das Hospiz, entstanden
im Auftrag der Friedrichshainer Arbeitervereine, sollte es katholischen
Einwanderern aus den östlichen Staaten erleichtern, in der
neuen Heimat Berlin, die bis heute vor allem evangelisch geprägt
ist, heimisch zu werden.
Der Chor des Gebäudes diente als Kapelle und konnte mittels
einer Faltwand um einen großen Mehrzwecksaal im Hospizgebäude
vergrößert werden. Die Kapelle wurde nach dem Franziskaner
und Heiligen Antonius von Padua benannt. Die sich hier etablierende
St.-Antoniusgemeinde wurde Eigentümer des Gebäudes,
und im Jahr 1909 wurde der Hospizbetrieb aufgegeben und der Mehrzwecksaal
zu einem Kirchenraum umgebaut, wobei ein Altar an der schmalen
Nordseite entstand. In den 1920er Jahren bauten Wilhelm Fahlbusch
und Heinrich Schelhasse die Kirche erneut um. 1944 wurde die Kirche
von Bomben beschädigt, konnte jedoch 1952 bereits wieder
geweiht werden.
Im Jahr 1970 wurde an der Rüdersdorfer Straße ein
11-geschossiges und langgezogenes Wohnhaus errichtet, für
das auch das Vorderhaus vor der Kirche entfernt wurde. Dadurch
konnte die Kirche nicht mehr direkt erreicht werden. Sie steht
seitdem von der Rüdersdorfer Straße nicht mehr sichtbar
hinter der Wohnanlage. Der Gottesdienstsaal wurde aufgestockt,
um die verlorenen Räume zu ersetzen, zugleich wurde die Kirche
wieder umgebaut. Der Altar befindet sich seitdem an der Ostwand,
die keine Fenster aufweist, außerdem wurden von Alfons Bittner
zwölf farbige Fenster entworfen.
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