Pfingstkirche
Die Pfingstkirche steht am Petersburger
Platz nahe des Bersarinplatzes.
Die Kirche wurde 1908 eingeweiht und stellt das Zentrum der evangelischen
Pfingstgemeinde des Bezirks dar.
Die Pfingstkirche entstand als Kirchenbau der Pfingstgemeinde,
die sich am 15. September 1906 von der Gemeinde der Auferstehungskirche
in der Friedenstraße trennte. Die Abspaltung war eine Folge
des enormen Wachstums der Bevölkerung in den Berliner Arbeiterbezirken.
Die Auferstehungsgemeinde hatte zu diesem Zeitpunkt fast 100.000
Gemeindeglieder. Die Kirche wurde am 28. Juni 1908 eingeweiht.
Entworfen wurde das Gebäude von den Architekten Jürgen
Kröger und Gustav Werner im neugotischen Stil. Dabei ist
die Kirche in die Häuserfront des Platzes eingefügt,
der Eingangsbereich befindet sich an der zum Platz weisenden Seite,
der Kirchturm sowie der Mittelrisalit des Eingangsbereichs ragen
über die sonstige Bebauung des Platzes hinaus. Der Kirchenraum
selbst ist von einem Netzgewölbe überspannt und besitzt
einen fensterlosen Chor.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der westliche Gebäudeteil größtenteils
zerstört und die Innenausstattung durch Diebstahl und Vandalismus
in Mitleidenschaft gezogen. Bereits 1950 war die Kirche zwar wieder
nutzbar, der Gottesdienst wird jedoch seit dem meistens in dem
hinter der Kirche erbauten Gemeindehaus gefeiert, welches von
1927 bis 1929 von Walter Erdmann erbaut wurde und heute gemeinsam
mit der Kirche unter Denkmalschutz steht.
TOP
Sankt-Antoniuskirche
Die Sankt-Antoniuskirche ist eine katholische Kirche in Friedrichshain.
Sie befindet sich an der Rüdersdorfer Straße und steht
heute unter Denkmalschutz.
Das Gebäude, in dem sich die heutige Sankt-Antoniuskirche
befindet, wurde 1897/98 als Leo-Hospiz, benannt nach Papst Leo
XIII., nach Entwürfen von Hermann Bunning erbaut. Es handelte
sich um ein Gebäude aus roten Backsteinen, an dem seitlich
ein kleiner Chor mit Dachturm angebaut war. Das Hospiz, entstanden
im Auftrag der Friedrichshainer Arbeitervereine, sollte es katholischen
Einwanderern aus den östlichen Staaten erleichtern, in der
neuen Heimat Berlin, die bis heute vor allem evangelisch geprägt
ist, heimisch zu werden.
Der Chor des Gebäudes diente als Kapelle und konnte mittels
einer Faltwand um einen großen Mehrzwecksaal im Hospizgebäude
vergrößert werden. Die Kapelle wurde nach dem Franziskaner
und Heiligen Antonius von Padua benannt. Die sich hier etablierende
St.-Antoniusgemeinde wurde Eigentümer des Gebäudes,
und im Jahr 1909 wurde der Hospizbetrieb aufgegeben und der Mehrzwecksaal
zu einem Kirchenraum umgebaut, wobei ein Altar an der schmalen
Nordseite entstand. In den 1920er Jahren bauten Wilhelm Fahlbusch
und Heinrich Schelhasse die Kirche erneut um. 1944 wurde die Kirche
von Bomben beschädigt, konnte jedoch 1952 bereits wieder
geweiht werden.
Im Jahr 1970 wurde an der Rüdersdorfer Straße ein
11-geschossiges und langgezogenes Wohnhaus errichtet, für
das auch das Vorderhaus vor der Kirche entfernt wurde. Dadurch
konnte die Kirche nicht mehr direkt erreicht werden. Sie steht
seitdem von der Rüdersdorfer Straße nicht mehr sichtbar
hinter der Wohnanlage. Der Gottesdienstsaal wurde aufgestockt,
um die verlorenen Räume zu ersetzen, zugleich wurde die Kirche
wieder umgebaut. Der Altar befindet sich seitdem an der Ostwand,
die keine Fenster aufweist, außerdem wurden von Alfons Bittner
zwölf farbige Fenster entworfen.
TOP
Links:
Kirchenaustritt
in Friedrichshain
Gemeinden
in Friedrichshain
|