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Die Sankt-Antonius-Kirche ist eine katholische Kirche im Ortsteil
Friedrichshain des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg.
Sie befindet sich an der Rüdersdorfer Straße und steht
unter Denkmalschutz. Genutzt wird die Kirche von der katholischen
Kirchengemeinde St. Antonius, die im Jahre 2003 durch Fusion von
St. Antonius, St.
Pius und St. Nikolaus entstanden ist. Die Gemeinde gehört
zum Dekanat Lichtenberg im Erzbistum Berlin.
Das Gebäude, in dem sich die heutige Sankt-Antonius-Kirche
befindet, wurde 1897/98 als Leo-Hospiz, benannt nach Papst Leo
XIII., nach Entwürfen von Hermann Bunning erbaut. Es handelt
sich um einen Backsteinbau, an dem seitlich ein kleiner Chor mit
Dachturm angefügt ist. Das Hospiz, entstanden im Auftrag
der Friedrichshainer Arbeitervereine, sollte es katholischen Einwanderern
aus den östlichen Staaten erleichtern, in der neuen Heimat
Berlin, die bis heute vor allem evangelisch geprägt ist,
heimisch zu werden.
Der Chor des Gebäudes diente als Kapelle und konnte mittels
einer Faltwand um einen großen Mehrzwecksaal im Hospizgebäude
vergrößert werden. Die Kapelle wurde nach dem Franziskaner
und Heiligen Antonius von Padua benannt. Die neu entstandene St.-Antonius-Gemeinde
wurde Eigentümer des Gebäudes. Im Jahr 1909 wurde der
Hospizbetrieb aufgegeben und der Mehrzwecksaal zu einem Kirchenraum
umgebaut, wobei ein Altar an der schmalen Nordseite entstand.
In den 1920er-Jahren bauten Wilhelm Fahlbusch und Heinrich Schelhasse
die Kirche erneut um. 1944 wurde die Kirche von Bomben beschädigt,
konnte jedoch 1952 bereits wieder geweiht werden.
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Im Jahr 1970 wurde an der Rüdersdorfer Straße ein
11-geschossiges und langgezogenes Wohnhaus errichtet, für
das auch das Vorderhaus vor der Kirche entfernt wurde. Dadurch
konnte die Kirche nicht mehr direkt erreicht werden. Sie steht
seitdem von der Rüdersdorfer Straße nicht mehr sichtbar
hinter der Wohnanlage und ist nur von der Fredersdorfer
Straße aus zugänglich. Der Gottesdienstsaal wurde
aufgestockt, um die verlorenen Räume zu ersetzen, zugleich
wurde die Kirche wieder umgebaut. Der Altar befindet sich seitdem
an der Ostwand, die keine Fenster aufweist, außerdem wurden
von Alfons Bittner zwölf farbige Fenster entworfen.
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