Berlin-Ostbahnhof - Xhain.info

Der (ehemalige) Schlesische Bahnhof in Berlin heißt heute wieder Ostbahnhof. Er hat seinen Namen so oft wie kein anderer Berliner Bahnhof in der Geschichte gewechselt und ist nicht zu verwechseln mit dem ursprünglichen Ostbahnhof.

Ostbahnhof (Haupteingang)

Abfahrtsplan Berlin-Ostbahnhof

 

Ankunftsplan Berlin-Ostbahnhof

 

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Im Jahre 1842 wurde er mit dem Namen Frankfurter Bahnhof als westlicher Endpunkt der Frankfurter Eisenbahn (nach Frankfurt (Oder)) eröffnet. Diesen Namen behielt er bis 1845, als er im Zuge der Fusion der Frankfurter Bahn mit der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn in Niederschlesisch-Märkischer Bahnhof umbenannt wurde. 1852, als die Niederschlesisch-Märkische Eisenbahn vom Preußischen Staat übernommen wurde, erfolgte eine erneute Umbenennung in Schlesischer Bahnhof.

Schlesischer Bahnhof 1937

1937: Blick in die neuerbaute Halle des Schlesischen Bahnhofs (später Ostbahnhof)

Bild und Text zum Bild stehen unter CC-BY-SA-Lizenz - Bundesarchiv, Bild 183-J00861 / CC-BY-SA

Durch den Bau der Berliner Stadtbahn 1882 wurde aus dem ursprünglichen Kopfbahnhof der heute noch bestehende Durchgangsbahnhof. Während der Bauarbeiten wurde der Personenverkehr der Frankfurter Bahn und der Märkisch-Niederschlesischen Eisenbahn in den seinerzeitigen Ostbahnhof einige hundert Meter nördlich am Cüstriner Platz (heute: Franz-Mehring-Platz) umgeleitet. Gleichzeitig wurde auch die Streckenführung der Ostbahn vom Ostbahnhof zum Schlesischen Bahnhof umgeleitet. Der alte Ostbahnhof wurde seinerseits nach Wiedereröffnung des Schlesischen Bahnhofs geschlossen. 1950 erfolgte die Umbenennung des Schlesischen Bahnhofs in Ostbahnhof, um den Bezug zu den ehemaligen deutschen Ostgebieten nach der Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze seitens der DDR 1950 aufzugeben. Ein anderes Beispiel für eine solche Umbenennung ist die des Stettiner Bahnhofs in Nordbahnhof.

Hauptbahnhof Berlin - Hauptstadt der DDR (1989)

27. April.1989: Zur kommunalpolitischen Bilanz der vergangenen Wahlperiode gehört im Stadtbezirk Friedrichshain das neue Empfangsgebäude des Hauptbahnhofes. Es wurde im Dezember 1987 übergeben. An 19 Schaltern werden die Reisenden bedient. Etwa 1000 Gepäckschließfächer stehen bereit. Es gibt eine Reisebüroservice für Stadtrundfahrten und zur Zimmervermittlung, einen Frisiersalon sowie ein Zeitkino. (Originaltext)

Bild und Text zum Bild stehen unter CC-BY-SA-Lizenz - Bundesarchiv, Bild 183-1989-0427-016 / Settnik, Bernd / CC-BY-SA

Der Name Ostbahnhof hielt sich bis zum Jahre 1987, als die DDR den Bahnhof (in Widerspruch zu seinem Verkehrsaufkommen) in Hauptbahnhof umbenannte. Der Bahnhof diente damals u.a. dem internationalen Verkehr nach Skandinavien (Neptun, Ostsee-Express nach Kopenhagen, Berlinaren, Saßnitz-Express nach Malmö) und Wien (Vindobona). Ab 1962 gab es Zubringerzüge von Berlin-Zoo, später Kurswagen. Hier hielten auch die Ost-West-Züge zwischen Polen und Belgien (wie Moskau – Warschau – Köln – Brüssel – Paris). 1998 erfolgten die bis heute letzte Umbenennung zurück in Ostbahnhof und ein nach nur zehn Jahren erneuter Umbau des Bahnhofs.

Heute präsentiert sich der Ostbahnhof in modernisierter Form inklusive eines „InterCity-Hotels“ und zwei großer Bürotürme an der Westseite des Bahnhofes. Obwohl der Bahnhof nur durch die S-Bahn sowie ein paar Buslinien erschlossen ist, gilt er als einer der wichtigsten Ost-Berlins. Seit der Eröffnung des neuen Hauptbahnhofs halten weiterhin, wenn auch in wesentlich niedrigerer Zahl, IC- und ICE-Züge an dieser Station.

Der Bahnhof hat neun Bahnsteiggleise, davon vier für die S-Bahn und zwei weitere Durchgangsgleise ohne Bahnsteig. Im Zeitraum der Sanierung des Stadtbahnviaduktes wurden die Bahnsteige der Fernbahn verlängert und das östliche Gleisvorfeld völlig umgestaltet.

Ferner gab es seit 1903 direkt nördlich an den Schlesischen Bahnhof anschließend den sogenannten Wriezener Bahnsteig, seit 1924 Wriezener Bahnhof, für die Personenzüge Richtung Wriezen. Der Bahnhof wurde zum 31. Dezember 1949 für den Personenverkehr geschlossen und fortan nur noch für den Postverkehr genutzt.

Der südöstlich des Ostbahnhofs liegende Ostgüterbahnhof wurde 2003 abgerissen. Südlich des Ostbahnhofs befindet sich außerdem der ehemalige Postbahnhof, dessen Halle erhalten ist und heute für Ausstellungen, als Club, sowie für Konzerte genutzt wird.

Im bahnamtlichen Betriebsstellenverzeichnis wird Berlin-Ostbahnhof als BHF (Berlin-Hauptbahnhof) geführt. Das Bahn-Kürzel für den S-Bahnhof wurde in BOSB abgeändert.

 

 

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