Travestraße - Berlin-Friedrichshain - Xhain.info

Travestraße

Travestraße

10247 Berlin

Friedrichshain

 

Die Travestraße (Postleitzahl 10247) ist eine Straße im Berliner Stadtteil Friedrichshain und damit im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Sie verläuft von der Jessnerstraße bis zur Weichselstraße und ist Teil des Südkiezes. An der Travestraße liegt der gleichnamige Traveplatz. Benannt sind Platz und Straße nach dem Fluss Trave.


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Travestraße (Blickrichtung Jessnerstraße)
Tramkehre in Travestraße (Blickrichtung Weichselstraße)
Travestraße (Blickrichtung Jessnerstraße)
Tramkehre in Travestraße (Blickrichtung Weichselstraße)
   
   

Trave

Die Trave (lat. Travena oder ptolemäisch Chalusus Fluvius) ist ein 124 km langer Fluss bzw. Strom in Schleswig-Holstein, der in die Ostsee mündet.

Die Trave entspringt im Kreis Ostholstein nicht ganz auf halber Luftlinie zwischen Lübeck und Plön bei Glasau im holsteinischen Hügelland. Dort liegt ihre Quelle nur wenige Kilometer nördlich von Ahrensbök in Gießelrade. Von dort fließt sie in alten Schmelzwasserbetten der letzten Eiszeit und zuerst in südwestlicher Richtung durch den Wardersee nach Bad Segeberg und dann weiter in Richtung Süden nach Bad Oldesloe. Dort knickt sie nach Osten ab, um erst südlich an Reinfeld vorbeizufließen und dann bei Hamberge und Moisling nach Lübeck zu gelangen.

Sie durchfließt das Stadtgebiet, in dem der Elbe-Lübeck-Kanal und der Lübecker Stadtgraben abzweigen. An der Alten Trave, einem toten Arm des Flusses, liegt das nach dem früheren Fischwehr benannte Traditionslokal Lachswehr. Am Lübecker Dom, an der Musikhochschule, den Salzspeichern, dem Holstentor und den Media Docks vorbei erreicht die Trave zunächst die durch einen Durchstich im 19. Jahrhundert künstlich entstandene Teerhofinsel und die Schwartaumündung mit Liubice linkerhand, rechts den Schellbruch und das malerische Fischerdorf Gothmund, durchfließt dann Herrenwyk, wo der Fluss vom Herrentunnel unterquert wird, und Schlutup.

Danach wird es hinter dem rechten Ufer mecklenburgisch. Die Trave durchbricht in diesem Abschnitt als Förde den Baltischen Landrücken. Am Dummersdorfer Ufer mit seiner Stülper Huk vorbei erreicht sie den Skandinavienkai auf der Höhe der Pötenitzer Wiek, in der aus dem Dassower See das Wasser der Stepenitz zufließt. Nur wenige Hundert Meter weiter nördlich mündet die Trave zwischen Travemünde und dem Priwall in die Lübecker Bucht. Das Einzugsgebiet der Trave umfasst 2.676 km².

Die Trave ist zwischen Lübeck und der Ostsee eine wichtige Schifffahrtsstraße mit Lotsenpflicht für Seeschiffe. Aus diesem Grunde wurde der Lauf der Trave in der Vergangenheit mehrfach korrigiert. Die 1. Travekorrektion erfolgte in den Jahren 1850 - 54; verbunden mit einem Durchstich bei der Herrenfähre wurde das Fahrwasser auf durchgängig mindestens 4 m vertieft. 1882 entstand im Zuge der 2. Travekorrektion (1878 - 83) durch einen Durchstich die Teerhofinsel. Die Revierfahrt wurde so durch den Lübecker Wasserbaudirektor Louis Martiny mit seinem Mitarbeiter Peter Rehder erheblich verkürzt und das Fahrwasser auf 5 m Mindesttiefe vertieft. In der 3. Travekorrektion (1902 - 08) wurde das Fahrwasser durch den Wasserbaudirektor Rehder zwischen der Reede vor Travemünde und den Lübecker Stadthäfen erneut, diesmal auf durchgängig 7,5 m vertieft, 1912 waren durchgängig bis Lübeck 8 m erreicht. Der Schiffsverkehr wird von einer Revierzentrale in der Nähe des Travemünder Leuchturms kontrolliert. Für die Ansteuerung Travemündes ist der Leuchtturm ohne Bedeutung, das Leuchtfeuer befindet sich heute auf dem Dach des Maritim.

 

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