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Müggelsee
Der Müggelsee ist der größte der Berliner Seen.
Genauer nennt man ihn den Großen Müggelsee, da er mit
dem Kleinen Müggelsee einen Bruder hat, der jedoch nur 0,16
km² umfasst. Der Müggelsee gehört zum Berliner
Bezirk Treptow-Köpenick, die Ortsteile Köpenick, Friedrichshagen,
Rahnsdorf und Müggelheim grenzen an den See.
Der See dehnt sich über 7,4 km² aus (max. 4,3 km lang;
2,6 km breit) und ist bis zu 8 Meter tief. Der See und die am
Südrand gelegenen Müggelberge, mit 115 m die höchsten
Berliner Erhebungen, entstanden während des Pleistozäns.
Auf dem Kleinen Müggelberg wurde 1961 der vielbesuchte heutige
Müggelturm errichtet, der einen weitreichenden Ausblick über
den See und die Wälder bis hin zur Silhouette Berlins bietet.
Durch den Müggelsee fließt die Spree, die auf den
Teilstücken Dämeritzsee - Müggelsee und Müggelsee
- Köpenick als Müggelspree bezeichnet wird. Das am Nordufer
des Müggelsees gelegene Wasserwerk Friedrichshagen entnimmt
dem See einen Großteil seines Rohwassers. Außerdem
befinden sich zahlreiche Tiefbrunnen in Ufernähe, die neben
einem geringen Anteil Grundwasser vor allem Uferfiltrat fördern.
Die ersten Nennungen des Wortbestandteils Müggel
finden sich laut Gerhard Schlimpert im Codex diplomaticus
Brandenburgensis: 1394 als den Tyns in der Miggel und 1487
als von der Miggelseh. Die Etymologie bleibt unklar. Die traditionelle
Ableitung aus dem urslawischen mogyla = Grab, Grabhügel,
Erdhügel weist Schlimpert als nicht haltbar zurück.
Wahrscheinlicher sei eine vorslawische, germanische (?) Herkunft
aus der indoeuropäischen Wurzel migh-, mighla = Nebel, Wolke,
wozu beispielsweise das niederländische miggelen = staubregnen
gehöre. Den Wortbestandteil Heim im Namen des
heutigen Berliner Ortsteils Müggelheim brachten nach Schlimperts
Analysen um 1750 Pfälzer Siedler bei der Anlage des Dorfes
aus ihrer Heimat Odernheim mit.
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