Weichselstraße - Berlin-Friedrichshain - Xhain.info

Weichselstraße

Weichselstraße

10247 Berlin

Friedrichshain

 

Die Weichselstraße (Postleitzahl 10247) ist eine Straße im Berliner Stadtteil Friedrichshain und damit im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Sie verläuft von der Weserstraße bis zur Frankfurter Allee und kreuzt dabei die Scharnweberstraße. Sie ist Teil des Südkiezes. Benannt ist Die Straße nach dem Fluss Weichsel.


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Weichsel

Die Weichsel (polnisch: Wisla , tschechisch: Visla) ist ein 1.047 Kilometer langer Strom in Polen.

Auf alten Landkarten findet man auch die Schreibweisen Wixel oder Wissel.

Der Fluss entspringt in den Westbeskiden am 1.214 m hohen Barania Góra (Widderberg). Er fließt überwiegend in nördliche Richtungen durch Polen.

Durch Krakau (Kraków) verlaufend und durch die Niederung zwischen dem Heiligkreuzgebirge im Westen und dem Lubliner Hügelland im Osten fließend erreicht die Weichsel das polnische Tiefland, in dem sie durch Warschau (Warszawa) fließt. Später durchfließt bzw. passiert sie Torun (Thorn) und Bydgoszcz (Bromberg). Nachdem sie die Pommersche Seenplatte im Westen und die Masurische Seenplatte im Osten bzw. die westlichen Ausläufer des Baltischen Landrückens jeweils in einiger Entfernung passiert hat, mündet die Weichsel am Weichsel-Werder im Rahmen der Danziger Bucht (polnisch Zatoka Gdanska) in die Ostsee; dabei bildet sie ein Flussdelta.

Ein Mündungsarm, der zur Nogat überleitet, mündet im Bereich der Elbinger Niederung in das Frische Haff (polnisch Zalew Wislany), das Verbindung zur Ostsee hat; auch vom Hauptarm der Weichsel zweigen Mündungsarme in dieses Haff ab.

Der Name der Weichsel ist sehr alten Ursprunges, doch ist man sich noch unschlüssig, ob er indoeuropäischer oder prä-indoeuropäischer Herkunft ist. Gesichert ist, dass der Fluss zum ersten Mal als Vistula/Vistullus von Plinius 77 n. Chr. in seiner „Naturgeschichte“ (4.52, 4.89) erwähnt wird. Der Vistula-Fluss floss demnach in das Mare Suebicum, das heute als Ostsee bekannt ist. Aus Plinius, der Germania von Tacitus und weiteren historischen Quellen kann geschlossen werden, dass im Bereiche des Deltas der Weichsel die Stämme der Sueben und der Burgunder lebten. Desgleichen lebten auf beiden Seiten des Flusses die Goten, welche ebenfalls eine ostgermanische Sprache verwendeten. Nachbarstämme, die teilweise auch im Gebiete der Goten lebten, waren u. a. die Aestianer, Galindianer, Sudovianer, Borusci, Veneti und einige mehr. Ein am östlichen Ende des Mare Suebicum lebender Stamm waren die Fenni.

Trotzdem kann beim reichhaltigen Wissen des Tacitus über die ortsansässigen Stämme nur von „Second-Hand-Informationen“ gesprochen werden; sein Wahrheitsgehalt kann nicht hundertprozentig bewiesen werden, obwohl archäologische Funde ihn teilweise bestätigen.

Plinius bezeichnet außerdem die Weichsel als den Grenzfluss zwischen dem germanischen und sarmatischen Einflussgebiet. Dabei verwendet er die griechische Form des Namens des Flusses, Ouistoula. Pomponius Mela bezieht sich in seinem Dritten Buch auf die Visula, während Ammianus Marcellinus sich auf die Bisula in seinem 22. Buch bezieht. Beide Bezeichnungen sparen das -t aus. Die stichhaltigste Referenz stellt wahrscheinlich Jordanes (Getica 5 & 17) dar, der Viscla als Bezeichnung des Flusses benutzt. Dies scheint auch der etymologische Ursprung für das deutsche Wort Weichsel zu sein, was darauf hindeutet, dass die Germanen einen Stützpunkt am Weichseldelta hinterließen.

 

teilweise aus Wikipedia,
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