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St. Bartholomäuskirche - Evangelische St. Bartholomäus Kirchengemeinde
 
St. Bartholomäuskirche
Bartholomäuskirche
   
St. Bartholomäus-Kirche
Friedenstraße 1, 10249 Berlin
 
   

Die Berliner evangelische St. Bartholomäuskirche, eine neugotische Hallenkirche aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, befindet sich an der Friedenstraße gegenüber dem Eingang zum Volkspark Friedrichshain im Berliner Ortsteil Friedrichshain. Genutzt wird die Kirche von der St. Bartholomäus-Kirchengemeinde. Die Gemeinde gehört zum Evangelischen Kirchenkreis Berlin Stadtmitte der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), die eine Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Zum Jahresende 2009 hatte sie 1707 Gemeindeglieder.

   
St. Bartholomäus-Kirche
Bartholomaeuskirche
   
   

Baugeschichte

König Friedrich Wilhelm IV. persönlich übernahm das Patronat zum Bau der Kirche und stiftete eine ansehnliche Geldsumme. Ein Kirchenneubau war notwendig geworden, nachdem im Jahr 1854 die „Parochie der Kirche am Königstor“ – die zukünftige Bartholomäusgemeinde – von der Gemeinde der St. Georgenkirche abgetrennt worden war.

Auf dem früheren Weinberg am Königstor am Osten des Alexanderplatzes entstand, fünf Meter über der Straße, in den Jahren 1854–1858 die nach St. Bartholomäus benannte Kirche. Bei dem Kirchengebäude handelt es sich um einen Backsteinbau in gotisierenden Formen, der nach einem Typenentwurf von Friedrich August Stüler, den Baumeister Friedrich Adler überarbeitete, in den Jahren 1857 und 1858 errichtet wurde.

Das dreischiffige Langhaus hatte ursprünglich drei parallele Satteldächer. An das Mittelschiff schließt sich ein fünfseitig geschlossener Chor an. Der hohe, in den Obergeschossen oktogonale Westturm hat eine quadratische Grundform, im Glockengeschoss befinden sich spitzbögige Öffnungen, die von einem Spitzenhelm nach oben abgeschlossen werden. Zwei hohe, offene Vorhallen flankieren den unteren Turmeingang.

1905 wurde die Kirche wegen erheblicher Bauschäden grundlegend renoviert. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer zerstört: alle Dächer und Gewölbe sowie das Inventar gingen verloren. In den Jahren 1952–1957 erfolgte ein vereinfachter Wiederaufbau, dabei wurde der Dachaufbau unter einem flacheren Satteldach vereinigt. Der Innenraum erhielt eine Flachdecke und wirkt, von den Spitzbogenfenstern abgesehen, eher neoklassizistisch. In unter den Emporen abgetrennten Raumzonen waren in den 1980er-Jahren die ‚Friedensbibliothek‘ sowie das Antikriegsmuseum oppositioneller Kreise in der DDR untergebracht.

Im Rahmen der Errichtung eines Evangelischen Zentrums (vorher Konsistorium) der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz auf dem Gelände der Berliner Missionsgesellschaft erfolgte in den Jahren 1997–2000 unter Dieter Ketterer, der zwischen 1994 und 1997 auch die Umgestaltung der Lutherkirche in Berlin-Spandau geleitet hatte, eine grundlegende Instandsetzung und Restaurierung der Kirche, als deren ‚krönender Abschluss‘ drei neue Bronzeglocken und eine Kirchturmuhr beschafft wurden.

Heute dient die St. Bartholomäuskirche als Gotteshaus für die St.-Bartholomäus-Gemeinde. Zusätzlich finden hier die Tagungen der Landessynode Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sowie andere kirchliche und kulturelle Veranstaltungen statt.

Kunstwerke/Orgel

Im Altarraum befinden sich drei Gemälde, die den gekreuzigten Jesus sowie die Jünger Stephanus und Bartholomäus (Nathanael) zeigen. Das Altarfenster stammt von Gerhard Olbrich aus dem Jahr 1957. Es zeigt eine Szene aus dem 4. Kapitel der Offenbarung des Johannes. Bei der Orgel handelt es sich um ein Werk von Hans Joachim Schuke aus dem Jahre 1965.

   

Links:

Evangelische St. Bartholomäus Kirchengemeinde

 

 

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