Lehmbruckstraße - Berlin-Friedrichshain - Xhain.info

Lehmbruckstraße

Lehmbruckstraße

10245 Berlin

Friedrichshain

 

Die Lehmbruckstraße (Postleitzahl 10245) ist eine Straße im Berliner Stadtteil Friedrichshain und damit im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Sie verläuft von der Stralauer Allee zur Rudolfstraße und kreuzt dabei die Rotherstraße. Die Lehmbruckstraße ist Teil des Rudolfkiezes. Benannt ist sie nach Wilhelm Lehmbruck.


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Wilhelm Lehmbruck

Wilhelm Lehmbruck (* 4. Januar 1881 in Meiderich bei Duisburg; † 25. März 1919 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer und Grafiker.

Ehrenberg wurde als Sohn eines Richters in Delitzsch geboren. In Schulpforta in Thüringen besuchte er die Schule. Er studierte ab 1815 Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig, dann 1817/18 Medizin und Naturwissenschaften. Während dieser Zeit entdeckte er den Schimmelpilz Syzygites. Im Jahre 1818 promovierte er mit einer Arbeit über Pilze (Sylvae mycologicae Berolinenses) und wurde Mitglied der Leopoldina in Halle (Saale). Dann unternahm er mehrere kleinere Expeditionen. Er war ein Freund von Alexander von Humboldt (1769–1859).

Er wird als viertes Kind einer Bergarbeiterfamilie geboren. Nach dem Besuch der Volksschule besucht er bis zum Tod seines Vaters im Jahre 1899 auf Empfehlung seines Lehrers die Kunstgewerbeschule in Düsseldorf. Mit Illustrationen wissenschaftlicher Bücher und Dekorationsarbeiten verdient er seinen Lebensunterhalt. 1901 beginnt er an der Düsseldorfer Kunstakademie ein Studium unter Prof. Karl Janssen, zu dessen Meisterschüler er sich entwickelt.

Im Jahr 1906, nach Abschluss seines Studiums, wird er Mitglied der Vereinigung der Düsseldorfer Künstler und der Société Nationale des Beaux-Arts in Paris, die im Grand Palais im Jahr 1907 eine große Ausstellung veranstaltet, in denen die Werke Lehmbrucks zum ersten Mal einem internationalen Publikum vorgestellt werden.

1908 heiratet er Anita Kaufmann, ein Jahr später wird sein Sohn Gustav Wilhelm geboren. Mit Unterstützung des Kunstsammlers Nolden verlegt er 1910 seinen ständigen Wohnsitz nach Paris, wo seine Werke ausgestellt werden. Hier macht er auch die Bekanntschaft mit Picasso und anderen Künstlern. Es folgen Ausstellungen in Berlin, Köln und München. 1913 wird sein zweiter Sohn Manfred Lehmbruck in Paris geboren. 1913 wird man auch in den USA auf seine Werke aufmerksam. Ausstellungen in New York City, Boston und Chicago folgen.

Ein Jahr später kommt es in der Galerie Paul Lavesque in Paris zur ersten großen Ausstellung,die ausschließlich seinen Werken gewidmet ist.

Im Kriegsjahr 1914 wird er zum Kriegsdienst eingezogen und als Sanitäter in einem Berliner Kriegslazarett verpflichtet. Während der Kriegsjahre schafft er Werke, die man zu den Höhenpunkten seines Schaffens zählt.
Wilhelm Lehmbruck: Die Kniende, (1911)
Wilhelm Lehmbruck: Die Kniende, (1911)

Auf Grund der Kriegsgrausamkeiten von schweren Depressionen geplagt, flieht Lehmbruck 1916 nach Zürich, und richtet dort ein Atelier ein. Nach dem Ersten Weltkrieg zieht es ihn wieder nach Berlin, wo er zum Mitglied der Preussischen Akademie der Künste ernannt wird. Am 25. März 1919 setzt er aus Verzweiflung über seine Depressionen seinem Leben ein Ende.

Sein Werk wird heute im Duisburger Wilhelm Lehmbruck Museum präsentiert. Dieses wurde von seinem Sohn Manfred Lehmbruck, einem renommierten Museumsarchitekten, erbaut.

Lehmbrucks bildhauerisches Werk dreht sich hauptsächlich um den menschlichen Körper und ist sowohl vom Naturalismus als auch vom Expressionismus beeinflusst. Die meisten seiner Skulpturen drücken Leid und Elend aus und sind anonymisiert, es sind also keine individuellen Gesichtszüge oder Ähnliches erkennbar. Beispielhaft sei auf die überlängte und stark abstrahierte Figur Der Gestürzte verwiesen.

Wilhelm Lehmbrucks Kniende war Blickfang und Einstimmung auf der documenta 1 (1955) und der documenta III im Jahr 1964 in Kassel.

 

teilweise aus Wikipedia,
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