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Wilhelm Lehmbruck
Wilhelm Lehmbruck (* 4. Januar 1881 in Meiderich bei Duisburg;
25. März 1919 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer
und Grafiker.
Ehrenberg wurde als Sohn eines Richters in Delitzsch geboren.
In Schulpforta in Thüringen besuchte er die Schule. Er studierte
ab 1815 Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität
Leipzig, dann 1817/18 Medizin und Naturwissenschaften. Während
dieser Zeit entdeckte er den Schimmelpilz Syzygites. Im Jahre
1818 promovierte er mit einer Arbeit über Pilze (Sylvae mycologicae
Berolinenses) und wurde Mitglied der Leopoldina in Halle (Saale).
Dann unternahm er mehrere kleinere Expeditionen. Er war ein Freund
von Alexander von Humboldt (17691859).
Er wird als viertes Kind einer Bergarbeiterfamilie geboren. Nach
dem Besuch der Volksschule besucht er bis zum Tod seines Vaters
im Jahre 1899 auf Empfehlung seines Lehrers die Kunstgewerbeschule
in Düsseldorf. Mit Illustrationen wissenschaftlicher Bücher
und Dekorationsarbeiten verdient er seinen Lebensunterhalt. 1901
beginnt er an der Düsseldorfer Kunstakademie ein Studium
unter Prof. Karl Janssen, zu dessen Meisterschüler er sich
entwickelt.
Im Jahr 1906, nach Abschluss seines Studiums, wird er Mitglied
der Vereinigung der Düsseldorfer Künstler und der Société
Nationale des Beaux-Arts in Paris, die im Grand Palais im Jahr
1907 eine große Ausstellung veranstaltet, in denen die Werke
Lehmbrucks zum ersten Mal einem internationalen Publikum vorgestellt
werden.
1908 heiratet er Anita Kaufmann, ein Jahr später wird sein
Sohn Gustav Wilhelm geboren. Mit Unterstützung des Kunstsammlers
Nolden verlegt er 1910 seinen ständigen Wohnsitz nach Paris,
wo seine Werke ausgestellt werden. Hier macht er auch die Bekanntschaft
mit Picasso und anderen Künstlern. Es folgen Ausstellungen
in Berlin, Köln und München. 1913 wird sein zweiter
Sohn Manfred Lehmbruck in Paris geboren. 1913 wird man auch in
den USA auf seine Werke aufmerksam. Ausstellungen in New York
City, Boston und Chicago folgen.
Ein Jahr später kommt es in der Galerie Paul Lavesque in
Paris zur ersten großen Ausstellung,die ausschließlich
seinen Werken gewidmet ist.
Im Kriegsjahr 1914 wird er zum Kriegsdienst eingezogen und als
Sanitäter in einem Berliner Kriegslazarett verpflichtet.
Während der Kriegsjahre schafft er Werke, die man zu den
Höhenpunkten seines Schaffens zählt.
Wilhelm Lehmbruck: Die Kniende, (1911)
Wilhelm Lehmbruck: Die Kniende, (1911)
Auf Grund der Kriegsgrausamkeiten von schweren Depressionen geplagt,
flieht Lehmbruck 1916 nach Zürich, und richtet dort ein Atelier
ein. Nach dem Ersten Weltkrieg zieht es ihn wieder nach Berlin,
wo er zum Mitglied der Preussischen Akademie der Künste ernannt
wird. Am 25. März 1919 setzt er aus Verzweiflung über
seine Depressionen seinem Leben ein Ende.
Sein Werk wird heute im Duisburger Wilhelm Lehmbruck Museum präsentiert.
Dieses wurde von seinem Sohn Manfred Lehmbruck, einem renommierten
Museumsarchitekten, erbaut.
Lehmbrucks bildhauerisches Werk dreht sich hauptsächlich
um den menschlichen Körper und ist sowohl vom Naturalismus
als auch vom Expressionismus beeinflusst. Die meisten seiner Skulpturen
drücken Leid und Elend aus und sind anonymisiert, es sind
also keine individuellen Gesichtszüge oder Ähnliches
erkennbar. Beispielhaft sei auf die überlängte und stark
abstrahierte Figur Der Gestürzte verwiesen.
Wilhelm Lehmbrucks Kniende war Blickfang und Einstimmung auf
der documenta 1 (1955) und der documenta III im Jahr 1964 in Kassel.
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