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Die Oberbaumbrücke zu Berlin verbindet die Ortsteile Kreuzberg
und Friedrichshain
über die Berliner Spree. Es ist das Wahrzeichen des heutigen
Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.

Oberbaumbrücke, Nordseite
- xh0001 - © www.xhain.info 01/2007
Bei der Oberbaumbrücke handelt es sich um ein neugotisches
Bauwerk, das von 1894 bis 1896 nach Plänen des Architekten
Otto Stahn gebaut wurde. Die Türme mit ihren auskragendem
Wehrgang sind dem Mitteltorturm der Stadtmauer in Prenzlau (Uckermark)
nachempfunden.
Die Brücke überquert in Berlin an der Grenze zwischen
Kreuzberg und Friedrichshain die Spree. Sie wurde nach dem Oberbaum
benannt, einem Baumstamm, der als Hafensperre in der Spree lag.
Die Oberbaumbrücke besteht aus zwei Geschossen. Auf der oberen
Ebene befinden sich die 1902 in Betrieb genommenen Hochbahngleise
der Berliner U-Bahnlinie U1.
Die Oberbaumbrücke wurde im Zweiten Weltkrieg erheblich
beschädigt und am 23. April 1945 auf Befehl Adolf Hitlers
(Nerobefehl) teilweise gesprengt, um den Vormarsch der russischen
Truppen zu behindern.
Die später notdürftig reparierte Brücke durfte
nach dem Mauerbau vom 13. August 1961 an nicht mehr passiert werden,
nach 1963 diente sie als Grenzübergang für Fußgänger
(Kleiner Grenzverkehr). Nach der Wiedervereinigung wurde die Brücke
saniert und ein neues Mittelteil nach Plänen von Santiago
Calatrava eingesetzt. Seit 1995 wird die Oberbaumbrücke wieder
für den Straßen- und U-Bahnverkehr genutzt. In Zukunft
soll eine Straßenbahn wieder über die bereits verlegten
Gleise fahren.
Seit 1999 ist die Oberbaumbrücke traditionell einmal im
Jahr Schauplatz der so genannten Wasserschlacht, zwischen Friedrichshainern
und Kreuzbergern, in der um die Vorherrschaft zwischen den beiden
inzwischen fusionierten Bezirken gestritten wird.
Literatur
Links
Wasserschlacht
Oberbaumbrücke
auf Verkehrswerkstatt.de
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