Nachdem die Wasserschlacht 2006 und 2007 ausgefallen ist
und am 20. Juli auf der Hobrechtbrücke zwischen Kreuzberg
und Neukölln der Versuch einer Wasserschlachtimitation
kläglich scheiterte, gibt es am Sonntag, den 27. Juni
2008, wieder eine "echte" Wasserschlacht auf der
Oberbaumbrücke.
Dieses Jahr startet die Brückenschlacht bereits um
12:00 Uhr.
Und nicht vergessen:
Erlaubt ist Wasser, Mehl und alles, was weich und glitschig
ist!
Bekanntmachung der Wasser Armee Friedrichshain (WAF):
Am Sonntag, 27.7.08 findet auf der Oberbaumbrücke
die legendäre und traditionelle Wasserschlacht zwischen
Friedrichshain und Kreuzberg statt. Bei dieser Veranstaltung
wird nicht nur Wasser und Mehl, sondern auch alles was weich
und glitschig ist, dem Gegner entgegen geschleudert. Dieses
hat zur Folge dass Kreuzberg immer mehr zurückgedrängt
wurde und somit die Veranstaltung sich auf Kreuzberger Seite
verlagerte, so dass wir hier eine Warnung aussprechen möchten:
Achtung! In dem Gebiet um die Oberbaumbrücke herum
wird es dreckig. Alles was nicht dreckig werden soll, bitten
wir nicht am So, 27.07.08 in der Zeit von 11.30 bis 15.00
abzustellen.
Mit freundlichen Grüßen
Die Invasoren
Wir dokumentieren ausserdem die Erklärung des Freien
Kreuzberger Heimatschutzes (FKH):
Kreuzberg 2008, harte Zeiten liegen hinter
uns. Jahre der Schwäche und Niederlagen, doch wie schon
so oft in der Geschichte ist das Blatt im begriff sich zu
wenden.
Denn dieses Jahr findet die sagenumwobene Wasserschlacht zwischen
Kreuzberg und Friedrichshain wieder statt!
Nach Jahren der Niederlage schwächelt der Gegner, die
feigen Friedrichshainer der WAF (wasser armee friedrichshain),
haben es die letzten zwei Jahre wegen ihres Mitgliederschwund
und gewisser interner Probleme nicht mehr hinbekommen die
Schlacht anzumelden.
Nur Aufgrund der Intervention in Form von Drohungen und Hausbesuchen
des Freien Kreuzberger Heimatschutzes (FKH) gelang es ihrem
überaltetem Senioren Anführer Hauke Stiewe die Schlacht
dieses Jahr wieder anzumelden.
Doch auch wenn Friedrichshain (Ostkreuzberg) die letzten Jahre
durch Hinterhältige Täuschungsmanöver gewonnen
hat sieht jetzt drei Jahre nach der letzten Schlacht die Lage
anders aus.
Friedrichshain hat sich mehr und mehr gewandelt, die Entwicklung
der steigenden Mietpreise und die Allgemeine Aufwertung des
Kiez hat zur Verdrängung der einstigen Bewohner geführt.
Früher konnten sie noch auf Horden von Punkern und Arbeitslosen
zählen, doch der größte Teil ist weggezogen,übergelaufen
oder schlicht ergreist sprich Kampfunfähig.
Schon bei der letzten Schlacht bewiess Kreuzberg eindeutig
Mut und Stärke was auch zu dem ersten 1:0 führte,
allein durch die eiligst in der Halbzeit herbeigerufenen Touristen
und Zuspätkommern konnte Friedrichshain im letzten Moment
diese Schlacht noch für sich behaupten.
Aber dieses Jahr wird Geschichte geschrieben.
Der Westen im Osten endgültig ankommen.
Denn wenn es heißt das von Friedrichshain lernen ,siegen
lernen heißt.
Wird es dieses Jahr lauten,
Von Kreuzberg lernen heißt Rächen lernen!
KreuzbergerInnen!Kommt werdet Teil der Geschichte!
Am 27. Juli 08, 12:00 Oberbaumbrücke
NIE WIEDER FRIEDLICH SEIN!
NIE WIEDER FRIEDRICHSHAIN!
Die Anti-Dehydration League Neukölln (ADLN) kündigt
für den 20 Juli (sic!) einen Wasser- und Gemüseangriff
auf Kreuzberg über die Hobrechtbrücke an.
Wir dokumentieren die Erklärung der ADLN:
Wir befinden uns im Jahre 2008 n. Chr. Ganz Berlin ist von
hippen Grafikdesignern, Jungakademiker-Familien und Spießern
besetzt... Ganz Berlin? Nein! Ein von unbeugsamen Prekarier_innen
und Arbeitslosen bevölkerter Stadtteil hört nicht auf
der Gentrifizierung Widerstand zu leisten.
Friedrichshain und Prenzlauer Berg sind bereits yuppisiert, Kreuzberg
ist auf dem besten Weg dorthin. Die Latte-Macchiato-schlürfenden
Designerinnen, die gerade auf die Schlesische Straße gezogen
sind, schielen nun nach Nordneukölln, weil sie dort ihre
kleinen trendigen Boutiquen eröffnen wollen. Auf der Weserstraße
wurden bereits vereinzelt brunchende Werbetexter gesichtet, die
an ihrem Prosecco nippten.
Liegt die Gentrifizierung schon auf der Lauer und wartet nur darauf
die Arbeitslosen in ihrer sozialen Hängematte zu überraschen?
Galt Neukölln bisher nicht als unzähmbarer Problembezirk,
als nicht kolonisierbare Wildnis im Großstadtdschungel?
JA! Und so soll es auch bleiben! Um dieser Bedrohung entgegen
zu wirken, holen wir zum Präventivschlag aus! Bewaffnet mit
Wasserbomben-To-Go und Bio-Müll schlagen wir sie mit ihren
eigenen Waffen. Am 20. Juli werden wir mit unseren 1-Euro-Milizen
an der Ohlauer Brücke die Grenze überschreiten, um bis
zum Schlesischen Tor, dem Hort der unerträglichen Hippness
vorzudringen.
Genossinnen und Genossen, schließt euch uns an! Kommt am
Sonntag, 20. Juli um 15.00 Uhr zur Hobrechtbrücke (zwischen
Friedel- und Ohlauer Str.). Kommt bewaffnet mit Wasserbomben,
fauligem Gemüse und Kampfesmut! Nachdem die Neuköllner_innen
jahrelang bei den Schlachten an der Oberbaumbrücke auf Kreuzberger
Seite gekämpft haben, ist Kreuzberg nun Feindesland geworden.
Wir bedauern unsere einstigen Alliierten nun bekämpfen zu
müssen, aber sie lassen uns keine andere Wahl!
Anmerkung: Diese Erklärung wurde uns ohne Absender zugeschickt
und kann deshalb nicht überprüft werden.