NPD Friedrichshain-Kreuzberg Berlin-Wahl 2011: KandidatInnen der
NPD Friedrichshain-Kreuzberg

SPD
CDU
Die Linke
Grüne
FDP
NPD
Tierschutzpartei
APPD
BüSo
ÖDP
PSG
Die Partei
Bergpartei
BIG-Partei
pro Deutschland
Die Freiheit
ddp
DKP
Deutsche Konservative Partei
Piratenpartei

NPD Wahlergebnis 2011
Berlin
Xhain
BVV
WK 1
WK 2
WK 3
WK 4
WK 5
WK 6
2,1
1,0
1,0
--
--
--
--
--
--
Berlin=Zweitstimme Xhain=Zweitstimmenergebnis Friedrichshain-Kreuzberg BVV=Bezirkswahl WK 1-6=Wahlkreisergebnis Erststimme

NPD (NATIONALDEMOKRATISCHE PARTEI DEUTSCHLANDS)
   

Nach Jahren parteiinterner Unruhe ist es um den Berliner Landesverband der NPD nicht sonderlich gut bestellt. Machtkämpfe und persönliche Zerwürfnisse hatten zu Parteiaustritten und in nur eineinhalb Jahren zweimal zu einem Wechsel des Vorsitzenden geführt. Die letzten Landeschefs, ECKART BRÄUNIGER und JÖRG HÄHNEL, sind auf landespolitischer Ebene nicht mehr wahrnehmbar aktiv und kandidieren nicht bei den anstehenden Wahlen. Dass seit Februar 2010 mit dem aus Bayern kommenden UWE MEENEN ein auswärtiger Kader den Landesvorsitz übernommen hat, ist ein weiteres Zeugnis für den desolaten Zustand und die dünne Personaldecke der Berliner NPD. Auch die noch immer nicht rechtskräftige Fusion mit der DEUTSCHEN VOLKSUNION (DVU) hat daran nichts geändert. Die Berliner DVU hatte als einer von vier Landesverbänden gegen die Fusion geklagt. Nur vereinzelt wechselten DVU-Mitglieder zur NPD. Der ehemalige DVU-Landesvorsitzende, TORSTEN MEYER, hingegen kandidiert für PRO DEUTSCHLAND.

Alte Kader und »junge Kämpfer«

Trotz ihrer desolaten Personallage tritt die Berliner NPD mit einer Landesliste und in 17 Wahlkreisen mit Direktkandidat_innen sowie in elf von zwölf Bezirken zu den BVV-Wahlen an. Anhand der Kandidat_innen zeigt sich der gewohnte politische Spagat, sowohl ein bürgerliches als auch ein dezidiert neonazistisches Spektrum ansprechen zu wollen. Gerade in den Bezirken, in denen die NPD bereits in den BVVen vertreten ist (Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick, Neukölln), verspricht sie sich erneute Erfolge. Hier setzt sie weitgehend auf bisherige Verordnete und bekannte Kader. Außerdem zielt die NPD stark auf die Stimmen von jungen Wähler_innen. Zahlreiche Neonazis mit Anbindung an die Kameradschaftsszene sind auf den vorderen Listenplätzen zu finden. Im Wahlkampf ist die NPD maßgeblich auf Unterstützung aus dem Kameradschaftsspektrum angewiesen. Großflächige Plakatierungen, wie die am Wochenende des 6./7. August, wären sonst nicht realisierbar. Trotz der personellen Überschneidungen und punktuellen Zusammenarbeit ist jedoch keine kontinuierliche und verlässliche Kooperation erkennbar.

Strategische Provokationen

Der Wahlkampf der NPD läuft schleppend. Neben Plakatierungen wurden bislang nur vereinzelt Infotische durchgeführt. Verteilaktionen von Wahlkampfmaterialien an Haushalte sind nicht bekannt. Die Partei setzt vielmehr auf wenige aber kontinuierliche, medienwirksame Provokationen. Doch auch hier fehlt ihr bisweilen der Rückhalt der eigenen Klientel. Inhaltlich beschränkt sich die NPD auf ihre bewährten Themen. Das Anfang Juli 2011 veröffentlichte Wahlprogramm sowie die Wahlkampfzeitung beinhalten populistische, sozialpolitische Forderungen und Angriffe gegen die etablierten Parteien (v.a. gegen den Berliner Senat) kombiniert mit völkisch-nationalistischen Thesen, rassistischer Hetze und offener Bezugnahme auf den Nationalsozialismus. Damit dürften sich kaum andere Leute angesprochen fühlen als diejenigen, die bereits zuvor NPD gewählt und ein entsprechend extrem rechtes Weltbild verinnerlicht haben. Auffallend ist, dass die NPD die Konkurrenz durch PRO DEUTSCHLAND und DIE FREIHEIT zu fürchten scheint. Sie führt verstärkt einen antimuslimische Rassismus ins Feld und fordert im Wahlprogramm den »Abriß aller Minarette« sowie die »Abschaffung aller multikulturellen Verwahranstalten«

Von Frank Metzger (apabiz) - Quelle

   

BVV-Liste der NPD Friedrichshain-Kreuzberg
   
1
Matthias Faust
2
Enrico Domroese
3
Leo Hauger
   

DirektkandidatInnen der NPD (Abgeordnetenhauswahl, Erststimme)
   
--
--
--
--
--
--
   

Landesliste der NPD (Abgeordnetenhauswahl, Zweitstimme)
   
1
Udo Voigt
2
Hans Ulrich Pieper
3
Manuela Tönhardt
4
Uwe Meenen
5
Sebastian Schmidtke
6
Richard Miosga
7
Cornelia Berger
8
Sebastian Thom
9
Fritz Liebenow
10
Eugen Krause
   

Wahlergebnisse der NPD in Friedrichshain-Kreuzberg
       
2006
2009
BVV
Abgeordnetenhaus
Europawahl
Bundestagswahl
--
1,3 %
--
0,8 %
       

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