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Mediaspree - Friedrichshain-Kreuzberg - Xhain.info
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Entwicklung Kritik
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Ergebnis
Stand 21:30 Uhr: Wahlbeteiligung: ca. 32.000 - Quorum erfüllt
Abstimmungfrage A: JA 87,9 % - Nein 21,1 % (nach Auszählung
der Stimmen aus rund 80 der 87 Wahllokale)
Abstimmungfrage B: JA 41 % - Nein 58 % (Nach Auszählung
von 75 der 87 Wahllokale)
Abstimmungfrage C:
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Bügerentscheid Mediaspree am 13. Juli 2008 (8:00-18:00
Uhr)
Nachdem das Bezirksamt am 01. April 2008 festgestellt hat, dass
das Bürgerbegehren Spreeufer für alle! mit
der erforderlichen Zahl der Unterstützungsunterschriften
zustande gekommen ist, kommt es am 13. Juli zum Bürgerentscheid.
Abstimmungsberechtigt sind die zur Bezirksverordnetenversammlung
Friedrichshain-Kreuzberg wahlberechtigten Bürgerinnen und
Bürger. Abstimmen können damit alle deutschen Staatsangehörigen
und BürgerInnen eines Mitgliedstaates der Europäischen
Union, die das 16. Lebensjahr vollendet haben.
Insgesamt gibt es drei Abstimmungsfragen (Stimmzettelmuster):
Bürgerentscheid (A) der Initiative "Spreeufer
für alle! - Mediaspree versenken"
Alternativvorschlag (B) der BVV (mit den Stimmen
der Grünen und der Linkspartei beschlossen)
Frage (C) entscheidet darüber welcher Vorschlag gilt, falls
(A) und (B) erfolgreich sind.
Der Bürgerentscheid ist nur erfolgreich, wenn sich mindestens
15 % der Abstimmungsberechtigten an der Abstimmung beteiligen
und eine der Vorlagen mit der Mehrheit der gültigen Stimmen
angenommen wurde.
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Online-Abstimmung Bürgerentscheid Mediaspree
Unterstützen Sie den Bürgerentscheid "Spreeufer
für alle" am 13.Juli 2008?
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(A) Darlegung der Argumente der Initiatioren
des Bürgerbegehrens
"Stimmen Sie für der Ersuchen an das Bezirksamt,
1. Im Rahmen der Bebauungsplanung zu regeln, dass
- Neubauten nicht näher als 50 Meter an die Spreeseite im
Bezirk Friedrichshais-Kreuzberg heranreichen (von Michael- bis
Elsenbrücke einschließlich Lohnmühleninsel) und
- keine neuen Hochhäuser zwischen Stadtbahn und Köpenicker/Schlesischer
Straße gebaut werden können.
2. darauf hin zu wirken, dass
- im Bezirk statt einer Straßenbrücke nur ein Rad-/Fußgängersteg
über die Spree gebaut wird."
Begründung zu Frage 1
"SPREEUFER FÜR ALLE" statt einem Uferwanderweg
entlang riesiger Baublocks und Hochhäuser! Mediaspree abwählen!
Unter dem Label "Mediaspree" ist beabsichtigt, die Spreeufer
mit Baublock bis 10 Meter an die Ufer zu bebauen. Entstehen sollen
11 neune Hochhäuser, teure Hotels, Lofts und Büros mit
privatisiertem Spreeblick. Für die öffentliche Nutzung
sind nur sogenannte "Spreefenster" oder "Pocketparks"
geplant - kleine Grünflächen, die zwischen den Baublocks
zum Spreeufer führen. Am Spreeufer selbst verbleibt der Öffentlichkeiten
lediglich ein "Uferwanderweg". Mit diesem Vorhaben wird
die historische Chance vertan, Flussuferzonen als wichtige Naher-holungsräume
zu entwickeln. Denn Berlin verfügt im Vergleich zu anderen
Städten über ein-geringen Freiflächenanteil an
den Flussufern. Für die Ansiedlung von Unternehmen stehen
im Bezirk genügend andere Flächen zur Verfügung.
Ein Mindestabstand für Neubauten zu den Spreeufern
von 50 Metern ist ein adäquates Maß für eine öffentliche
Nutzung der Flussufer mit Grün- und Kulturflächen. Beste-hende
Gebäude sollen in ein Freiflächenkonzept integriert
und durch Pavillons mit öf-fentlichen Nutzungen ergänzt
werden können. Die verbleibenden Neubauflächen müs-sen
so parzelliert werden, dass sich viele NutzerInnen engagieren
können und nicht nur wenige Großinvestoren. Vorschläge
dazu sollen Ideenwerkstätten erarbeiten. Be-sondere Beachtung
soll die kleingewerblich Nutzung sowie die Nutzung für alternative/nicht
kommerzielle kulturelle Aktivitäten erhalten. Und auch die
Privatisierung öffentlicher Liegenschaften muss aufhören.
Die bestehenden Bebauungspläne sollen auch bezüglich
ihrer Baumassen neu diskutiert werden. Die Hochhausplanungen (über
eine Traufhöhe von 22 Metern) müssen aufgegeben werden.
Die künstliche Initiierung einer "Boomtown" passt
nicht in der Bezirk und ist auch aus umwelt- und sozialpolitischen
Gründen abzulehnen.
Begründung zu Frage 2
Die Brommybrücke wird als Steg gebaut, aber nur 200
Meter weiter ist jetzt eine zusätzli-che Straßenbrücke
(nur für Bus/Tram) auf der höher der Manteuffelstraße
geplant. Es lieg nahe, dass sie später für den Autoverkehr
geöffnet und diesen in der Wohngebieten dras-tisch erhöhen
würde. Zudem zerteilt die Brücke die möglichen
Grünflächen an den Spree-ufern. Aus diesen Gründen
soll auf die geplante zusätzliche Brücke verzichtet
werden. Der öffentliche Nahverkehr kann über die bestehenden
Brücken weiterentwickelt werden. Unsere Ideenwerkstadt Osthafen
am 30. März 2008 ergab den Vorschlag eines weiteren Fußgängersteges
zwischen Lohmühleninsel und Osthafen.
Kostenschätzung des Bezirksamts:
Aus der Verwirklichung des mit dem Bürgerentscheid (A) verfolgten
Zieles sind für den Bezirkshaushalt Kosten in Höhe von
164,7 Mio. € zu erwarten, die sich wie folge zusammensetzen:
Vom Ausschluss der Neubebauung wäre eine Baulandfläche
von ca. 224.000 qm betroffen. Ausgehend von den Bodenrichtwerten
zwischen 90€ und 1.200€ pro qm können dem Land
Berlin bei einer Umsetzung des Anliegens Kosten durch die Entschädigung
der Eigentümer und ggf. Übernahme der Grundstücke
von ca. 122,4 Mio. € entstehen. Der Ausschluss von Neuen
Hochhäusern mit einer Redu-zierung der Gebäudehöhe
auf 22 Meter führt zu einer Herabzonung der festgesetzten
Bebauungspläne V-3 und V-83. Betroffen ist eine Baufläche
von ca. 146.000 qm mit einer durchschnittlichen Minderung der
GFZ (Geschossflächenzahl) von ca. 5,0 auf 3,4. Nach den Bodenrichtwerten
ergibt sich bei einer Umsetzung dieses Anliegens ei-ne entschädigungspflichtige
Bodenwertminderung von ca. 31 Mio. €. Zudem kann es zu einem
Anspruch der Investoren auf eine ganz oder teilweise Rückabwicklung
der geschlossenen städtebaulichen Verträge "Ostgüterbahnhof",
"Postbahnhof", "Columbushaus" und "BSR
Holzmarkstraße" führen. Dabei können Rückzahlungsansprüche
von ca. 11.3 Mio. € entstehen.
Aufgrund des frühen Planungsstadiums entstehen bei der Brücke
(nur ein Rad-/Fußgängersteg) keine zusätzlichen
Kosten.
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(B) Alternativantrag der BVV (Beschlossen
mit den Stimmen der Linkspartei und der Grünen)
"Stimmen Sie für das Ersuchen an das Bezirksamt, bei
der weiteren Gestaltung des Spreeraums im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg
zwischen Michael- und Elsenbrücke folgende Planungen und
Grundsätze umzusetzen:
1. Eine öffentliche, durchgängige Uferpromenade für
Alle auf beiden Seiten der Spree mit zusätzlichen Uferparks.
2. Keine Hochhäuser auf der Kreuzberger Spreeseite und Verzicht
auf das vorgesehene Hochhaus auf dem Friedrichshainer Osthafengelände.
3. Kein Bau einer weiteren Autobrücke (nur für den
öffentlichen Personennahverkehr, Fußgänger und
Radfahrer) über die Spree.
4. Forderungen des Bürgerbegehrens (Abstand von Neubauten
50m vom Ufer und keine Hochhäuser) soll das Bezirksamt nur
insoweit verfolgen, wie dadurch keine Entschädigungen aus
dem Bezirkshaushalt an Eigentümer zu leisten sind.
Begründung:
Spreeufer für Alle aber ohne Millionen-Entschädigungen
Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Friedrichshain-Kreuzberg
will
ein Spreeufer für Alle aber ohne Entschädigungen
in Millionenhöhe an
Grundstückseigentümer und private Investoren.
Ein Spreeufer für Alle mit Parks und anderen Freiflächen
dieses Ziel
verfolgt die BVV seit vielen Jahren. Schon jetzt sehen die Planungen
eine
durchgängige Uferpromenade auf beiden Seiten der Spree für
die
Öffentlichkeit vor. Dazu gehören Freiräume mit
viel Grün. Am Spreeufer
entstehen mit dem geplanten East-Side-Park und dem
Park an der Spree
zwei große Grünflächen zwischen Oberbaum- und
Schillingbrücke. All das
konnte in jahrelangem und zähem Ringen mit den Eigentümern
der
Spreegrundstücke durchgesetzt werden. An den Planungen wurden
die
Bürgerinnen und Bürger frühzeitig und weit über
das gewöhnliche Maß hinaus
beteiligt.
Mit diesen Planungen hat der Bezirk schon vor Jahren große
Schritte in
Richtung eines Spreeufers für Alle unternommen. Der Grundgedanke
des
Bürgerbegehrens findet deshalb auch in der BVV viel Sympathie.
Aber die
vollständige Umsetzung der Forderungen würde den Bezirkshaushalt
mit vielen
Millionen Euro belasten. Denn die Spreegrundstücke waren
und sind nicht
Eigentum des Bezirks. Bei Änderungen der bestehenden Planungen
durch die BVV
fallen Entschädigungen an die Eigentümer an so
sieht es die Gesetzeslage
vor. Nach der begründeten Kostenschätzung des Bezirksamts
(diesen Unterlagen
beigefügt) kostet die Umsetzung aller Forderungen des Bürgerbegehrens
den
Bezirk 162 Millionen Euro.
Das ist etwa dreimal so viel, wie der Bezirk jährlich ausgeben
kann: Für
seine Kitas, Jugend- und Kultureinrichtungen, die Obdachlosenhilfe,
Gesundheitsdienste und weitere dringend notwendige soziale Angebote.
Davon
finanziert der Bezirk auch andere wichtige bürgernahe Dienstleistungen,
die
Reinigung und Sanierung von Schulen, die Pflege der Grünflächen
und vieles
mehr. Entschädigungszahlungen in dieser Größenordnung
würden den Bezirk
deshalb finanziell ruinieren.
Auf der einen Seite Millionen-Entschädigungen für Grundstückseigentümer,
auf
der anderen Seite harte Einschnitte und Kürzungen im Bezirkshaushalt
zu
Lasten der Bevölkerung in Friedrichshain-Kreuzberg: Das ist
aus Sicht der
BVV weder haushaltspolitisch vertretbar noch sozial gerecht.
Dennoch hat die BVV in ernsthaften Verhandlungen mit den InitiatorInnen
des
Bürgerbegehrens angeboten, deren Ziele überall dort
zu übernehmen, wo
Veränderungen der Planungen ohne Entschädigungen machbar
sind: So wird der
Bezirk das geplante Hochhaus im Friedrichshainer Osthafen verhindern.
Bauflächen im Bereich Lohmühleninsel, Köpenicker
Straße und Mühlenstraße
sollen zu weiteren grünen Parks werden.
Die BVV beabsichtigt, mit den Eigentümern und Investoren
grundstücksbezogen
über die Schaffung zusätzlicher öffentlicher Freiflächen,
den Erhalt von
Zwischennutzungen und die Verringerung der Baudichte weiter zu
verhandeln.
Dafür bildet die BVV einen neuen Ausschuss, der gemeinsam
mit den
InitiatorInnen des Bürgerbegehrens, Zwischennutzern und dem
Bezirksamt die
zukünftige Spreeraumgestaltung berät.
Stimmen Sie für ein Spreeufer für Alle aber
ohne
Millionen-Entschädigungen!"
Kostenschätzung des Bezirksamts:
Aus der Verwirklichung des mit dem Bürgerentscheid (B) verfolgten
Zieles ergeben sich für den Bezirkshaushalt keine zusätzlichen
Kosten.
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Stimmzettelmuster

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Mediaspree
Mediaspree ist ein Investorenprojekt in Berlin mit dem Ziel,
Kommunikations- und Medienunternehmen entlang eines Teils des
Spreeufers anzusiedeln und diesen Bereich entsprechend umzustrukturieren.
Der Verein Mediaspree e.V. (ursprünglich Spreemedia GmbH)
entstand 2001 aus einer privatwirtschaftlichen Initiative eines
Zusammenschlusses von Investoren aus der Bau- und Immobilienwirtschaft
und Grundstückseigentümern, die nach der Wende die Brachen
auf dem ehemaligen Grenzgebiet erworben hatten, sowie Senats-,
Bezirks- und IHK-Vertretern. Er sieht seine Aufgabe darin, für
den entsprechenden Spree-Bereich Räume und Flächen zu
vermitteln, ansässige und ansiedlungswillige Unternehmen
zu beraten, Kontakte zu Eigentümern, Behörden und Förderern
zu vermitteln und Maßnahmen zum Marketing und zur Imagebildung
zu ergreifen.
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Lage
Größere
Kartenansicht |
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Mediaspree umfasst den 3,7 Kilometer langen und 180 Hektar großen
Raum beider Spreeufer zwischen der Jannowitzbrücke und der
Elsenbrücke wo Berlin-Mitte, Friedrichshain, Kreuzberg und
Alt-Treptow aufeinandertreffen. Die Spree verläuft in diesem
Bereich relativ geradlinig auf einer Breite von etwa 150 Metern.
Dazwischen befinden sich die Michaelbrücke, die Schillingbrücke
und die Oberbaumbrücke. An den Ufern liegen charakteristische
Industrie- und Gewerbebauten aus dem 19. und dem frühen 20.
Jahrhundert, wie das Eierkühlhaus am Osthafen, sowie verschiedene
Neubauten und die East Side Gallery am Nordufer.
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Entwicklung
Zu den ersten realisierten Investorenprojekten nach der Wende
im Mediaspree-Gebiet zählt der Bau der Treptowers und einige
Jahre später die Errichtung der ver.di-Zentrale an der Schillingbrücke,
sowie der Umbau des Eierkühlhauses als Deutschlandzentrale
von Universal Music, dessen Umzug ans Spreeufer Mitte 2002 vom
Senat mit 10 Millionen Euro subventioniert wurde. Im Frühjahr
2004 erfolgte die Ansiedlung von MTV Networks Germany in einer
ehemaligen Lagerhalle im Osthafen, welche ebenfalls mit millionenhohen
Zuschüssen gefördert wurde. VIVA und VIVA Plus folgten
2005, aufgrund der Übernahme durch den MTV-Konzern. Auf dem
Areal des ehemaligen Ostgüterbahnhofs wird zurzeit von der
Anschutz-Entertainment-Group die O2 World als Multifunktionsarena
mit über 16.000 Sitzplätzen errichtet. Zahlreiche Gebäude
wie die Osthafenmühle werden zu weiteren Büros umgebaut
und das East-Side-Hotel zur Warschauer Straße hin erweitert.
Weitere sich auf dem Areal befindende Projekte, die noch laufenden
oder bereits beendeten Bauvorhaben unterliegen, sind neben verschiedenen
Gewerbehöfen das Wohn- und Geschäftshaus Atrium an der
Spree, das denkmalgeschützte alte Pumpwerk, der Viktoriaspeicher,
das Quartier in Orange (ein Projekt der Berliner Stadtreinigungsbetriebe),
die Neuen Spreespeicher, der Lichtturm der Oberbaumcity, der Postbahnhof
am Ostbahnhof, das Columbus-Haus, die Spreelofts und das Projekt
Spreeurban.
Die in der Köpenicker Straße stehende denkmalgeschützte
Eisfabrik soll abgerissen und durch einen Glasbau ersetzt werden.
Eingeplant ist ein zehn Meter breiter Uferstreifen und eine Parkanlage
zwischen Spree und Stralauer Allee um die East Side Gallery. Zur
Entlastung des zunehmenden Verkehrsaufkommens soll die im Zweiten
Weltkrieg gesprengte Brommybrücke wiedererrichtet werden.
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Stadtumbau West
Mediaspree geht einher mit dem Senatsprojekt Stadtumbau West,
welches sich neben der Umstrukturierung des Kreuzberger Spreeufers
auch explizit um die Entwicklung der Gebiete Neukölln-Südring,
Schöneberg-Südkreuz und Tiergarten-Nordring/Heidestraße
einsetzt. Die Bundesregierung und das Land Berlin möchten
damit nachteiligen Folgen des wirtschaftlichen und demografischen
Wandels entgegenwirken, indem private Investitionen und
zukunftsfähige Arbeitsplätze ermöglicht werden
sollen.
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Kritik
Das Mediaspree-Projekt ist immer wieder breiter Kritik ausgesetzt.
Kritisiert wird an dem Projekt unter anderem eine Vertreibung
langjähriger Anwohner durch höhere Unterhaltskosten,
die sich aufgrund der gezielten Gentrifizierung der umliegenden
Wohngebiete ergeben. Der in dem Zusammenhang für den Preisanstieg
und kulturellen Wandel synonym verwendete Begriff der Aufwertung
wird dabei als rhetorische Fehlinformation betrachtet.
Ebenso in der Kritik steht die Privatisierung des öffentlichen
Raums sowie der Stadtumbau von oben, da die Interessen
und Befürchtungen der Anlieger nicht berücksichtigt
werden würden. Kritiker sprechen von einer teilprivatisierten
Stadtpolitik, da der Verein Mediaspree Ansprechpartner für
Projekte und Investoren in dem Gebiet ist und beklagen die aus
öffentlicher Hand finanzierte, für Mediaspree notwendige
Infrastruktur an Straßen, Brücken und Beleuchtung.
Dabei wird unter anderem auf die millionenhohen Subventionen hingewiesen,
mit welchen zugezogene Unternehmen vom Berliner Senat unterstützt
wurden.
Die Umgestaltung wildwachsender Spreeufer unterliegt ebenfalls
der Kritik. Bemängelt werden die fortan wenigen und engen
öffentlich zugänglichen, aber videoüberwachten
Uferbereiche und befürchtet wird eine Parkanlage, die von
den Werbetafeln der umliegenden Unternehmen geprägt sein
werde. Für die Großbildleinwände der O2 World
und eine geplante Anlegestelle für Ausflugsboote und Wassertaxis
wurde trotz Denkmalschutz ein 45 Meter breites Teil aus der East
Side Gallery herausgenommen.
Subkulturen beklagen eine Vertreibung zahlreicher alternativer
und individueller Kulturpojekte wie dem Schwarzen Kanal, der Köpi,
dem Yaam oder vieler bereits abgerissener Einrichtungen wie dem
Ostgut, dem Casino oder dem RazzleDazzle, zu Gunsten großer
kommerzieller Veranstaltungeinrichtungen und Unternehmen, und
auf Kosten der kulturellen Vielfalt.
Des Weiteren wird kritisiert, dass der MediaSpree e.V. als Mitglieder
lediglich Grundstücksbesitzer und Investoren zulässt,
dennoch als gemeinnützig anerkannt ist. Hinter dem Ziel eine
langfristige und nachhaltige Entwicklung zu einem leistungsfähigen
und attraktiven Wirtschafts- und Kulturstandort zu gewährleisten,
verberge sich lediglich die Durchsetzung privat-wirtschaftlicher
Interessen.
Anwohner befürchten Probleme aufgrund des erhöhten
Durchgangsverkehrs welcher sich mit der Fertigstellung der O2
World und dem Bau der neuen Brommybrücke als Autobrücke
im Wrangelkiez ergeben wird. Bei der Präsentation einer Verkehrs-Studie
zum geplanten Bau der Brommybrücke musste eingeräumt
werden, dass Zahlen zur Verdreifachung des Autoverkehrs in der
Eisenbahnstraße bewusst unterschlagen wurden. Infolge der
zunehmenden Proteste seitens der Anwohner, haben sich mittlerweile
auch die lokalen Parteien SPD und Grüne explizit gegen den
Bau einer neuen Autobrücke in Friedrichshain-Kreuzberg ausgesprochen.
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Mediaspree Versenken
Die Bürgerinitiative Mediaspree versenken engagiert sich
unter dem Slogan Spreeraum für alle! aktiv gegen
die Umstrukturierungspläne und protestiert im Rahmen sogenannter
Kiezspaziergänge gegen das Projekt.
Die Forderungen der Bürgerinitiative sind ein freier Uferstreifen
von 50 Metern, der Verzicht auf Hochhäuser und eine neue
Brücke über die Spree, auf der keine Autos zugelassen
sein sollen. Die Umsetzung dieser Ziele wird gegenwärtig
mittels Bürgerbegehren angestrebt.Hierfür konnten für
die 5.500 erforderlichen gültigen Unterschriften bereits
nach fünf Monaten 16.000 Unterschriften gesammelt und vorzeitig
am 4. März 2008 offiziell beim Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg
eingereicht werden. Sollte auch der darauf folgende Bürgerentscheid
erfolgreich sein und das Mediaspree-Projekt entsprechend eingeschränkt
werden, beliefen sich die Entschädigungskosten an die Investoren
auf 156 Millionen Euro.
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Links
Regionalmanagement
mediaspree e.V - Offizielle Projektseite
Mediaspree
versenken - Bürgerinitiative gegen Mediaspree
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