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Die Passionskirche ist eine evangelische Kirche aus dem frühen
20. Jahrhundert im Ortsteil Kreuzberg des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg
und befindet sich am Marheinekeplatz unweit der Bergmannstraße.
Seit dem Jahr 2000 bildet sie eine einheitliche Großgemeinde
mit der Heilig-Kreuz-Kirche.
Die Fusionsgemeinde gehört zum Evangelischen Kirchenkreis
Berlin Stadtmitte der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische
Oberlausitz (EKBO), die eine Gliedkirche der Evangelischen Kirche
in Deutschland (EKD) ist. Die Gemeinde hat 5233 Mitglieder (Stand
31.12.2009).
Die Passionskirche wird neben Gottesdiensten auch für Konzerte
und andere kulturelle Veranstaltungen genutzt.
Sie wurde 19051908 als dritte Kirche der Heilig-Kreuz-Gemeinde
in der Tempelhofer Vorstadt nach Plänen des Baurates Theodor
Astfalck im neuromanischen Stil aus Backsteinen im Klosterformat
erbaut. Sie hat einen quadratischen Grundriss mit einem Turm in
der Mitte. Zusammen mit den vier Türmen, die in die Ecken
des quadratischen Grundrisses eingestellt sind, erhält die
Grundfläche die Form eines griechischen Kreuzes, der Gesamtbau
wirkt burgähnlich. Zentral unter der Decke hängt eine
großer kreisförmiger Kronleuchter mit farbigem Glas
im Jugendstil eine Spende der Firma Siemens.
Obwohl die Kirche 1944 beschädigt wurde, blieb fast die
gesamte Originalausstattung erhalten. 19511953 konnten die
Kriegsschäden beseitigt und die Kirche mit bescheidenen Mitteln
wieder hergerichtet werden, ab 1957 wurden die Arbeiten fortgesetzt.
In dieser Zeit erhielt die Passionskirche eine Orgel des Orgelbaumeisters
Karl Ludwig Schuke. 1967 konnten die drei großen Fenster
mit Glasmalereien zu den Themen Gethsemane, Kreuzigung und Kreuzabnahme
ausgestaltet werden.
Für die Innovationen zur Bewahrung des Baudenkmals erhielt
die Gemeinde 1989 die Ferdinand-von-Quast-Medaille. Mit den umfassenden
Sanierungsarbeiten ab 1992 wurde die Kirche behindertengerecht
ausgebaut, eine Fußbodenheizung unter den neuen Terrakottafliesen
sorgt für eine ganzjährige Nutzung der Räumlichkeiten,
Licht- und Tontechnik wurde installiert; die Wände, Deckengewölbe
und die Fenster erhielten einen Schallschutz. Turmdächer
deckte man mit farbig glasierten Ziegeln, die nach historischen
Vorbildern gefertigt wurden.
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