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Geschichte
Schon 1887 trennte sich die Gemeinde aufgrund ihrer Größe
von der Gemeinde der St. Thomas-Kirche. Bei der Gründung
hatte sie rund 70.000 Mitglieder, 1895 waren es dann 100.634.
Aufgrund der starken Zunahme der Bevölkerung überall
in Berlin und der schwierigen Stimmung bei den neuen Bürgern
der entstehenden Großstadt setzten die Herrscher auf die
preußisch-protestantische Kirche als beruhigenden Pol und
integrierendes Element für die Massen. Sie unterstützten
den Bau großer Kirchen und so entstand auch die Emmaus-Kirche,
mit deren Architektur August Orth beauftragt wurde. Er entwarf
eine einschiffige Backsteinkirche im Rundbogenstil, die mit überwiegend
romanischen Stilelementen geschmückt war. Das Kirchenschiff
war ein achteckiger Zentralraum, dem ein Eingangsbereich mit 74
Meter hohem Turm vorgelagert war. Über dem Eingang entstand
ein Mosaikbild mit Christus und den Emmaus-Jüngern und dem
Spruch: Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden,
das von Paul Mohn (18421911) gestaltet wurde. Das Mosaik
wurde gefertigt von der Deutschen Glasmosaik-Gesellschaft Puhl
& Wagner, damals in Rixdorf.
Am 27. August 1893, einem Sonntag, wurde die Kirche eingeweiht.
Auf besonderen Wunsch des Königs sang der Königliche
Hof- und Domchor beim Weihgottesdienst.
Am 3. Februar 1945 brannte das Kirchenschiff der Kirche nach
einem Luftangriff aus, der Turm mit dem Mosaik über dem Eingangsportal
blieb jedoch erhalten. Am 1. Juli 1949 wurden Teile der Kirche
wegen Einsturzgefahr gesprengt und abgetragen.
Zwischen 1957 und 1959 entstand ein vielseitig genutztes, neues
und wesentlich kleineres Kirchenschiff nach Plänen von Werner
von Walthausen. Anfang der 1990er-Jahre wurde die Kirche im Innern
nach Entwürfen von Wulf Eichstett komplett umgestaltet.
Am 27. August 1995 fusionierte die Emmaus-Gemeinde mit der naheliegenden
Ölberggemeinde und betreibt seitdem die Gemeinde gemeinsam.
Am 22. Februar 2002 wurde eine neue Orgel eingeweiht.
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