Wismarplatz - Berlin-Friedrichshain - Xhain.info

Wismarplatz

Wismarplatz

10245 Berlin

Friedrichshain

 

Der Wismarplatz (Postleitzahl 10245) ist Platz im Berliner Stadtteil Friedrichshain und damit im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Er befindet sich an der Boxhagener Straße, Weserstraße, Seumestraße und an der Grünberger Straße und ist Teil des Südkiezes. Benannt ist der Platz nach der Stadt Wismar.


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Wismar

Die Hansestadt Wismar (Mecklenburg-Vorpommern - Einwohner: ca. 45.000) im Norden Deutschlands liegt an der Südspitze der durch die Insel Poel geschützten Wismarbucht. Politischen Planungen zufolge wird die bisherige kreisfreie Stadt in einem künftigen Landkreis Westmecklenburg mit der Kreisstadt Schwerin aufgehen. Die Stadt ist eines der 18 Mittelzentren des Landes.

Am 27. Juni 2002 wurde die Altstadt von Wismar zusammen mit der Altstadt von Stralsund mit dem Titel Historische Altstädte Stralsund und Wismar in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Bis zum Ende des 10. Jahrhunderts war die Gegend von den slawischen Abodriten bewohnt, die nahe Wismar beim heutigen Dorf Mecklenburg ihren Hauptsitz hatten. Nördlich von Wismar am Salzhaff lag das 808 zerstörte Reric, bis dahin ein bedeutender Fernhandelsplatz des 8. Jahrhunderts an der Ostsee, dessen Rolle dann von Haithabu übernommen wurde.

Erstmals bezeugt ist der Name „Wismar“ 1147, als der dänische König Sven Grade in „Wizmar Havn“ – der Wismarer Bucht – gelandet war. 20 Jahre später begrenzte Heinrich der Löwe das Gebiet des Bistums Ratzeburg östlich „ad aquam Wissemara“. Aus dem Jahre 1211 existiert ein Dokument, das es den Schwerinern erlaubt, am Wismarer Hafen zwei Großschiffe festzumachen. Dieser Hafen ist jedoch vermutlich noch nicht identisch mit dem heutigen Hafen.

Die Stadtgründung der heutigen Stadt Wismar geht vermutlich auf Heinrich Borwin I., Fürst von Mecklenburg zurück. Das Stadtgründungsjahr wird auf 1226 geschätzt. Die hier angesiedelten Menschen stammten – ihren Familiennamen nach – wohl aus Holstein, Westfalen, Niedersachsen und der Mark. 1229 wurde die Stadt Wismar erstmals urkundlich erwähnt. Kurz darauf wird in Wismar das Lübische Stadtrecht eingeführt, welches im Jahre 1266 durch den Mecklenburger Fürsten Johann I. bestätigt wird. Die ursprünglich einzeln gelegenen Siedlungen um St. Marien und St. Nikolai wuchsen bis 1238 zusammen. Durch den unverminderten Zuzug von Siedlern kam ab 1250 die „Neustadt“ um St. Georgen hinzu. Wismar wurde Sitz zweier Bettelordensniederlassungen: So kamen 1251/52 die Franziskaner, 1292/93 die Dominikaner in die Stadt. 1276 war die erste Siedlungsphase beendet. Wismar errichtete eine alle Viertel umschließende Stadtmauer, deren Lage auch heute die Begrenzung der Altstadt darstellt.

Schon einige Jahre nach der Stadtgründung wird Wismar Mitglied der Hanse. Im Jahre 1280 bildete Wismar, das an der Hansischen Ostseestraße lag, zusammen mit Rostock, Lübeck und Hamburg den Wendischen Städtebund und die Stadt wurde im Mittelalter ein wichtiges Mitglied der Hanse. Von 1238 bis 1250 wurde die Wismarer Neustadt gebaut und Wismar erreichte seine bis ins 18. Jahrhundert gültige Ausdehnung. Fürst Johann I. von Mecklenburg verlegte 1257 seine Residenz von der Burg Mecklenburg auf den Weberkamp vor der Stadt. Im Jahre 1259 schlossen sich die Städte Rostock, Lübeck und Wismar zusammen, um gemeinsam gegen die Seeräuber zu kämpfen. Die Stadt blieb als bedeutendste Stadt im Fürstentum bis zum Jahr 1358 Residenzstadt der mecklenburgischen Fürsten. Im Jahr 1267 kam es zu einem ersten großen Stadtbrand. Die reiche Hansestadt wurde nun mit vielen Steinhäusern wiederaufgebaut. Das gestiegene Selbstbewusstsein der Stadt spiegelte sich im Aufstand 1310 gegen den Landesherren Henrich II. von Mecklenburg wider. Der Auslöser war die Weigerung Wismars, die Hochzeit dessen Tochter Mechthild mit dem Herzog Otto zu Braunschweig-Lüneburg in der Stadt durchzuführen. Aber schon 1311 musste sich Wismar dem Herzog unterwerfen.

1632 wurde Wismar von Schweden besetzt und war von 1648 bis 1903 zusammen mit der Insel Poel und dem Amt Neukloster kaiserliches Lehen der Krone Schwedens. Ab 1653 war die Stadt Sitz des Obertribunals, des höchsten schwedischen Gerichtshofs für die schwedischen Gebiete auf dem europäischen Festland, insbesondere bis 1815 Schwedisch-Pommern und bis 1712 das Herzogtum Verden. Ab 1803 von Schweden für 99 Jahre verpfändet, fiel es nebst den umliegenden Gebieten 1903 endgültig zurück an Mecklenburg-Schwerin, als Schweden auf eine Pfandeinlösung verzichtete. Die Bewohner feiern nun jedes Jahr im Spätsommer das Schwedenfest - die größte Veranstaltung des Jahres in Wismar, noch vor dem Hafenfest.

Im Schonischen Krieg wurde Wismar von dänischen Truppen am 13. Dezember 1675 angegriffen und vorübergehend eingenommen.

1848 wurde eine Eisenbahnlinie nach Schwerin gebaut, 1883 nach Rostock und 1887 nach Karow.

Im Zweiten Weltkrieg litt Wismar unter schweren Bombenangriffen. Viele historische Gebäude, u.a. die Stadtkirchen, trugen schwere Schäden davon. Nach Besetzung durch britische Truppen zog am 1. Juli 1945 die Rote Armee ein. Ab 1952 gehörte Wismar nach der Auflösung der Länder in der DDR zum Bezirk Rostock.

Nach der politischen Wende wurde ab 1991 Wismars Historischer Stadtkern im Rahmen der Städtebauförderung gründlich saniert. Seit dem Jahr 2002 ist Wismars Altstadt zusammen mit Stralsund UNESCO-Weltkulturerbe mit dem Namen Historische Altstädte Stralsund und Wismar. Wismar gründete zusammen mit Stralsund die Deutsche Stiftung Welterbe.

 

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