Stralau

Halbinsel Stralau - Berlin-Friedrichshain

Die Halbinsel Stralau ist eine Landzunge zwischen Spree und dem Rummelsburger See im Osten des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, Ortsteil Friedrichshain.

Der Name der Insel geht auf das Dorf Stralow zurück, das 1288 erstmals urkundlich erwähnt wird. Stralow leitet sich vermutlich vom slawischen Wort Strela für Pfeil ab und beschreibt die Form der Insel. Erste Siedlungsspuren lassen sich aber bereits aus der Steinzeit nachweisen.

Überregional bekannt wurde die Insel durch den seit 1574 durchgeführten Stralauer Fischzug. Einer Festwoche, die jährlich nach dem 24. August, dem Bartholomäustag, begangen wurde und auf eine Tradition der Stralauer Fischer zurückgeht. Da das Fest häufig in Saufgelage ausartete, wurde es 1873 erstmals verboten und fand in späterer Zeit nur noch unregelmäßig statt.

Im Zuge der Industriellen Revolution wandelte sich das ehemalige Fischerdorf zu einem bedeutendem Industriestandort am Rande Berlins. Mit dem Groß-Berlin-Gesetz von 1920 wurde die Landgemeinde Stralau eingemeidet und Teil des neugeschaffenen Berliner Bezirks Friedrichshain (seit 2001 Friedrichshain-Kreuzberg).

Zusammen mit dem Rudolfkiez und dem Südkiez bildet die Halbinsel die Bezirksregion Frankfurter Allee Süd.

Straßen im Kiez
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