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Proskau
Prószków (deutsch Proskau) ist eine Stadt und Sitz
der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde im Powiat Opolski in
Polen südlich der Stadt Oppeln in der Woiwodschaft Oppeln.
Im Mittelalter war diese Gegend reich an Lagerstätten des
gelben Erzes. Bis heute erhalten ist hier ein Schloss des oberschlesischen
Geschlechts Proskowski.
Vom 14. Jahrhundert an bis 1769 war das Gebiet um Proskau Familienbesitz
der Proskowskis. Die Familie ließ hier 1563 ein Schloss
im Renaissancestil errichten, das im Dreißigjährigen
Krieg durch die Schweden verbrannt wurde. Der Wiederaufbau wurde
1677 durch den Hauptarchitekten Johann Seregno vollzogen. Im Jahre
1763 ließ Graf Leopold Proskowski im Hinterhof des Schlosses
eine in Europa und in der Welt berühmte Fayence-Fabrik bauen,
die bis 1793 produzierte. Durch die Schlesischen Kriege gelangte
das Proskauer Gebiet in die Hände der Preußen. 1783
war Proskau im Besitz des Grafen von Dietrichstein, der es an
Friedrich den Großen verkaufte. Im Schloss und auf dem Gut
Proskau richtete der Preußische Staat 1847 eine höhere
landwirtschaftliche Lehranstalt ein, die später Landwirtschaftliche
Akademie wurde und 1881 als Königlich Landwirtschaftliche
Hochschule nach Berlin umzog.
Bis 1945 war die Gemeinde Proskau Teil des Landkreises Oppeln.
1939 zählte die Gemeinde Proskau 2489 Einwohner, heute etwa
2600. Während des Zweiten Weltkriegs ist nur eine geringe
Zahl der einheimischen Bevölkerung vertrieben worden. Bei
der Volkszählung 2002 gaben ca. 30% der Bevölkerung
als Nationalität Deutsch an.
Im Jahr 2004 bekam Prószków wieder die Stadtrechte.
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