Marchlewskistraße - Berlin-Friedrichshain - Xhain.info

Marchlewskistraße

Marchlewskistraße

10243 Berlin

Friedrichshain

 

Die Marchlewskistraße (Postleitzahl 10243) ist eine Straße im Berliner Stadtteil Friedrichshain und damit im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Sie verläuft von der Hildegard-Jadamowitz-Straße an der Weberwiese bis zum Helsingforser Platz, der die Straße zur Warschauer Straße verlängert. Sie kreuz dabei u.a. die Wedekindstraße und führt am Comeniusplatz vorbei. Benannt ist die Straße seit dem 16. März 1950 nach dem Politiker Julian Balthasar Marchlewski, vorher trug sie, ebenso wie die U-Bahnstation, den Namen Memeler Straße. 1992 wurde der U-Bahnhof Marchlewskistraße in Weberwiese umbenannt.


Größere Kartenansicht
   
Adressen in der Marchlewskistraße nach Hausnummern (Seite kostenlos eintragen)
   
25  
Schule am Friedrichshain - Sonderpädagogisches Förderzentrum
Schulen in Friedrichshain-Kreuzberg
   
40  
Lazarushaus
Religion in Friedrichshain-Kreuzberg
Netzwerk Schule (Private Gemeinschaftsschule)
Schulen in Friedrichshain-Kreuzberg
   
   
Alte Feuerwache - Kulturhaus Friedrichshain
Marchlewskistraße
Alte Feuerwache - Kulturhaus Friedrichshain
Marchlewskistraße
   
Weberwiese an der Marchlewskistraße
Bronzeplastik Knabe mit Gans
Weberwiese an der Marchlewskistraße
Marchlewskistraße, Blickrichtung Wedekindstraße
   
Schule am Friedrichshain / Integral e. V.
Lazarushaus
Schule am Friedrichshain / Integral e. V.
Lazarushaus
   
Marchlewskistraße/Wedekindstraße, Polizei-Abschnitt 51
Marchlewskistraße/Torellstraße
Marchlewskistraße/Wedekindstraße, Polizei-Abschnitt 51
Marchlewskistraße/Torellstraße
   

Marchlewskistrasse 1952

Marchlewskistrasse 1952. Bundesarchiv, Bundesarchiv, Bild 183-14587-0004 / CC-BY-SA


Julian Balthasar Marchlewski

Julian Balthasar Marchlewski (* 17. Mai 1866 in Leslau (poln. Wloclawek), Westpreußen; † 22. März 1925 in Nervi, Italien) war ein Politiker und Mitgründer des Spartakusbundes. Er ist auch bekannt als Karski oder Kujawiak.

Julian Balthasar Marchlewski wurde in Westpreußen in eine jüdischen Familie geboren. Er war Färber. Von 1888 an gehörte er der sozialistischen Arbeiterbewegung an und gründete 1888/89 den Verband Polnischer Arbeiter (Zwiazek Robotników Polskich, ZRP), 1893 war er Mitbegründer der Polnischen Sozialistischen Partei (Polska Partia Socjalistyczna, PPS). Diese bildete ab 1899 die Sozialdemokratische Partei des Königreichs Polen und Litauen (Socjaldemokracja Królestwa Polskiego i Litwy, SDKPiL).

Julian Balthasar Marchlewski musste in die Schweiz fliehen und studierte dort Jura und Staatswissenschaften in Zürich bis zur Promotion.

Julian Balthasar Marchlewski

1902 kam er nach Deutschland und beteiligte sich an der Herausgabe verschiedener sozialdemokratischer Zeitungen. 1916 gehörte er zu den Mitgründern des Spartakusbundes, von 1916 bis 1918 war er in Deutschland für seine politischen Ansichten inhaftiert und wurde anschließend ausgewiesen. Er lebte ein Jahr in Moskau, kehrte anschließend illegal nach Deutschland zurück und stieg in die Zentrale der Kommunistischen Partei Deutschlands ein. Von 1922 bis zu seinem Tod 1925 in Nervi war er Vorsitzender der Internationalen Roten Hilfe.

Seine Tochter Sonja war die zweite Ehefrau von Heinrich Vogeler.

Bild:Porträt-Relief im U-Bahnhof Marchlewskistraße (Heute Weberwiese), Bundesarchiv, Bild 183-1987-0430-030 / Link, Hubert / CC-BY-SA

 

teilweise aus Wikipedia,
der freien Enzyklopädie
Wikipedia, die freie Enzyklopädie