Hedwig-Wachenheim-Straße - Berlin-Friedrichshain - Xhain.info

Hedwig-Wachenheim-Straße

Hedwig-Wachenheim-Straße

10243 Berlin

Friedrichshain

 

Die Hedwig-Wachenheim-Straße (Postleitzahl 10243) ist eine Straße im Berliner Stadtteil Friedrichshain und damit im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Sie verläuft von der Mühlenstraße bis zur Helen-Ernst-Straße und gehört zum Gelände der O2 World. Benannt ist sie nach der Sozialpolitikerin Hedwig Wachenheim. Die Straße trägt seit dem 16.11.2006 ihren Namen.


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Hedwig Wachenheim (* 27. August 1891 in Mannheim; † 8. Oktober 1969 in Hannover) war eine deutsche Sozialpolitikerin, die sich bereits in jungen Jahren politisch engagierte.

Beruflicher Werdegang: Gegen den Willen ihrer Mutter (der Vater starb, als Hedwig sieben Jahre alt war) studierte sie (1912-1914) an der Sozialen Frauenschule von Alice Salomon in Berlin. 1914-1915 arbeitet sie als Fürsorgerin in Mannheim und kehrt 1915 nach Berlin zurück. Dort arbeitet sie 1916-1917 als Angestellte in der Kommission des Nationalen Frauendienstes Berlin und von 1917-1919 als Leiterin einer Beschwerdestelle ("Saure Milch Wachenheim") in der Berliner Milchversorgung. Von 1919 bis 1922 arbeitet sie in der Reichszentrale für Heimatdienst ("Vorläuferinstitution" der Bundeszentrale für politische Bildung) und von 1922-1933 als Angestellte und später als Regierungsrätin in der Reichsflmprüfstelle Berlin. Nach ihrer Emigration 1933 belegt sie zuerst in Frankreich Vorlesungen an der Sorbonne und nach ihrer Ausreise nach England 1935 Vorlesungen an der London School of Economics. Noch 1935 emigriert sie weiter in die USA und lebt dort von Forschungsauftraägen für die New School of Social Reseach und von publizistischer Tätigkeit, wie für die Zeitschrift Feoreign Affairs. 1938 Erwirbt sie die US-Staatsbürgerschaft. 1946 kehrt sie nach Deutschland zurück und arbeitet bis 1949 als Mitarbeiterin der Wohlfahrtsabteilung der US-Militärregierung in Stuttgart und bis 1951 als Mitarbeiterin der Wohlfahrtsabteilung des US-High-Commissioner in Frankfurt/Main. Danach kehrt sie in die USA zurück und arbeitet mit einem Stipendium der University of California, Berkeley, an ihrem wissenschaftlichen Hauptwerk zur deutschen Arbeiterbewegung bis 1914, das 1967 erscheint.

Politischer Werdegang: 1913 verlobt sie sich mit dem sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Ludwig Frank und tritt 1914 in die SPD ein. Nach einer kurzen Zeit als Mitglied des Berliner SPD/USPD Magistrats 1919 wird sie Berliner Stadtverordnete und zieht 1928 als Abgeordnete von Frankfurt/Oder in den Preussischen Landtag ein, dem sie bis 1933 angehört. 1933 emigriert sie aus politischen Gründen und engagiert sich ab 1935 in den USA in der Exilorganisation deutscher Sozialdemokraten "German Labor Delegation". Im Rahmen dieser Arbeit setzte sie sich besonders für die Einreise von durch die Nationalsozialisten verfolgten Menschen ein.

Ihr Engagement für die Arbeiterwohlfahrt: Im Jahr 1919 war sie Mitbegründerin der Arbeiterwohlfahrt und ab diesem Zeitpunkt Mitglied des Hauptausschusses (Schriftführerin). Ab 1926 ist sie Schriftleiterin der Zeitschrift "Arbeiterwohlfahrt" und ab 1928 Leiterin der Wohlfahrtsschule der Arbeiterwohlfahrt.

 

Links:

Hedwig-Wachenheim-Gesellschaft

 

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