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Geschichte
1888 hatte sich die evangelisch-methodistische Elim-Gemeinde
im Weidenweg im früheren Bezirk Friedrichshain gegründet.
Diese ließ 1895 auf dem Grundstück Tilsiter Straße
14/15 (heute: Richard-Sorge-Straße) ein Kirchengebäude
im neogotischen Stil errichten, von dem erzählt wurde, dass
es die schönste und größte Methodistenkirche in
ganz Berlin gewesen sei. Auch eine Orgel zunächst
mechanisch mittels Blasebalg angetrieben, bald aber mit Elektroantrieb
ausgestattet gehörte zur Inneneinrichtung. Dieses
Gebäude diente nicht nur den Methodisten, sondern auch anderen
Christen aus der Umgebung für Gottesdienste, Hochzeiten und
Beisetzungsfeiern.
Die Kirche wurde am Ende des Zweiten Weltkrieges zunächst
1941 und schließlich am 3. Februar 1945 zusammen
mit dem nebenstehenden Wohnhaus des Pastors so stark beschädigt,
dass die Reste 1947 dann enttrümmert werden mussten. Die
Zahl der Methodisten hatte sich bis zum Kriegsende auf 120 Personen
verringert.
Durch Spenden amerikanischer und schwedischer Methodisten war
es möglich, dass im November 1948 eine in Schweden gebaute
kleine hölzerne Kirche per Eisenbahn über Saßnitz
nach Berlin transportiert werden konnte. Das Transportgewicht
der Kirche wurde mit 30.000 Kilogramm angegeben. Das zunächst
als Notkirche gedachte Gotteshaus wurde am alten Standort
aufgestellt. Bei der Kirchenweihe am 25. Dezember 1948 erhielt
das Haus den Namen Christuskirche und diente nun wieder als Gebetshaus
für etwa 400 Methodisten. Im Jahre 1973 konnte eine größere
Renovierung der Kirche im Inneren als auch außen vorgenommen
werden. Nach 1990 wurden sowohl Pläne eines Abrisses für
die Errichtung von Wohnhäusern als auch Überlegungen
zum Neubau eines Gotteshauses entwickelt, die jedoch nach der
Aufnahme der Holzkirche in die Berliner Baudenkmalliste ad acta
gelegt wurden. 1997/98 wurde die Kirche umfassend saniert, insbesondere
mussten die Fußböden erneuert und eine Heizung installiert
werden. Mit einem Festgottesdienst am 11. Oktober 1998 wurde sie
wieder eingeweiht. Seit dieser Zeit gehören rund 150 Menschen
zur Kirchengemeinde.
Das Kirchengebäude
Der Grundkörper ist 27 Meter lang, 10 Meter breit und mit
einem flachen Satteldach gedeckt. Direkt auf dem Dach erhebt sich
ein einfacher und ebenfalls hölzerner Kirchturm. 1971 wurde
in die Holzkirche eine Orgel eingebaut, die 1943 von der Firma
G. F. Steinmeyer & Co. hergestellt worden war; sie verfügt
über zwei Manuale, 13 klingende Register und insgesamt 850
Pfeifen und befindet sich hinter der hölzernen Altarwand.
Außer zu kirchlichen Zwecken und für soziale Aufgaben
der Gemeinde wird die Christuskirche auch für Vorträge
und Konzerte gern genutzt.
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