Bersarinplatz

Bersarinplatz

Bersarinplatz - Berlin-Friedrichshain - Postleitzahl: 10249

Der Bersarinplatz (Postleitzahl 10249) ist ein ca. 10.500 m² großer Platz im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg (Ortsteil Friedrichshain). Auf dem ovalen Platz kreuzen sich die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Petersburger Straße (Bundesstraße 96a) und der diagonal in Nordost-West-Richtung verlaufende Weidenweg. Nach Osten führt außerdem die Rigaer Straße, nach Nordosten die Thaerstraße. Um den Platz herum verlaufen die Straßenbahnlinien M10 und 21.

Benannt wurde der Platz am 31. Juli 1947 nach dem ersten sowjetische Stadtkommandanten von Berlin, Nikolai Erastowitsch Bersarin (1904-1945), von 1895 bis zur Umbenennung hieß er Baltenplatz. Im 2. Weltkrieg wurden die Gebäude um den Platz fast vollständig zerstört, die heutige Bebauung wurde in den Jahren 1964 und 1985 bis 1987 errichtet.

Bersarinplatz - Adressen

 

Bersarinplatz - Bilder

Bersarinplatz, Blickrichtung Petersburger Straße

Bersarinplatz, Blickrichtung Petersburger Straße.

Straßenbahnhaltestelle Bersarinplatz (Tram M10)

Straßenbahnhaltestelle Bersarinplatz (Tram M10) an der Petersburger Straße.

Bersarinplatz (Ostseite)

Bersarinplatz, Blickrichtung Thaerstraße (links), Weidenweg (Mitte) und Rigaer Straße (rechts).

Bersarinplatz, Blickrichtung Frankfurter Tor

Bersarinplatz, Blickrichtung Petersburger Straße / Frankfurter Tor.

Nikolai Erastowitsch Bersarin

Gedenktafel für Nikolai Erastowitsch Bersarin am Ordnungsamt Friedrichshain-Kreuzberg (Petersburger Straße 86-90). Bersarin (1904-1945) war nach der Eroberung Berlins durch die Rote Armee der erste sowjetische Stadtkommandant. Um die Gewalttaten seiner Soldaten gegen die Berliner Zivilbevölkerung einzudämmen, stellte er am 8. Mai 1945 Plünderungen und Vergewaltigungen in einem Erlass unter Strafe. Am 16. Juni 1945 kam er bei einem Motorradunfall in Friedrichsfelde (Bezirk Lichtenberg) ums Leben. Am 31. Juli 1947 wurde der Baltenplatz in Friedrichshain zu seinen Ehren in Bersarinplatz umbenannt. 1975 wurde er vom Ost-Berliner Magistrat posthum zum Ehrenbürger (Ost-)Berlins ernannt. Nach der Wiedervereinigung der beiden Stadthälften wurde Bersarin wie andere sowjetische Militärs nicht in die gemeinsame Ehrenbürgerliste übernommen. Unter anderem die Wiederentdeckung des Originals des Erlass vom 8. Mai 1945 führte 2003 schließlich zu seiner Wiederaufnahme in die Liste der Ehrenbürger Berlins. Vorwürfe, Bersarin sei nach dem Überfall der Sowjetunion auf die baltischen Staaten an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen, gelten als widerlegt.

Bersarinplatz - Karte