Bahnhöfe in Berlin-Friedrichshain - Xhain.info

Frankfurter Allee Frankfurter Tor Ostbahnhof Ostkreuz Warschauer Straße

Frankfurter Allee

S-Bahnhof

Etwa auf mittlerer Höhe der Frankfurter Allee, in der Nähe zur Kreuzung mit der Möllendorff- und Gürtelstraße, befindet sich der S-Bahnhof Berlin Frankfurter Allee. Er wird im bahnamtlichen Betriebsstellenverzeichnis unter BFAL geführt.

Der erste Halt wurde bereits um 1875 unter dem Namen Friedrichsberg eröffnet, der Name geht auf eine kleine Siedlung östlich des Bahnhofs zurück. 1890/91 wird schließlich der heute noch existente Bahnhof Frankfurter Allee eröffnet. Neben einem Mittelbahnsteig erhielt die Station ein Empfangsgebäude im Backsteinstil.

Im Zuge des U-Bahnbaus Ende der 1920er Jahre musste die alte Ringbahnbrücke abgerissen und durch eine neue, breitere ersetzt werden. Eigentlich war auch vorgesehen, eine direkte Umsteigeverbindung zwischen der U5 und dem Ringbahnhof herzustellen, diese wurde jedoch nicht verwirklicht. Ein nachträgliches Einfügen wäre heute nicht mehr machbar, da die Gleise auf der Brücke nicht weit genug auseinander ragen, es müsste also für einen Direktweg per Fahrstuhl nicht nur ein neuer Bahnsteig, sondern auch eine neue Brücke her.

U-Bahnhof

Der U-Bahnhof wurde am 21. Dezember 1930 zunächst als Frankfurter Allee (Ringbahn) seiner Bestimmung übergeben. Er wurde, wie die gesamte an dem Tag eingeweihte Strecke, von Alfred Grenander entworfen. Das Kürzel für den U-Bahnhof ist Ff

Die Grundfarbe des Bahnhofs ist Rot. Diese wurde auch bei der Einweihung 1930 gewählt, jedoch bei einer grundlegenden Sanierung des Bahnhofs in den 1980er Jahren in Orange geändert. Nach einer weiteren Sanierung im Jahr 2004 wurde das Rot durch eine neue Verkleidung wiederhergestellt. Gleichzeitig wurde ein Aufzug zwischen Bahnsteig und Zwischengeschoss eingebaut. Von dort aus gelangt man direkt in das sich anschließende Einkaufs-Zentrum Ring Center I.

Anders als die meisten Bahnhöfe, die dem Grundtyp des Bahnhofs Memeler Straße (heute Weberwiese) entsprechen, erhielt er eine doppelte Stützenreihe anstelle einer einfachen. Zudem verfügt er über eine Maximalbreite von 13,30 m, sie erschien auf Grund des erwarteten starken Umsteigeverkehrs zur S-Bahn als notwendig. Der Breite entsprechend sind auch die Auf- und Abgänge großzügig gestaltet. Östlich und Westlich des Bahnhofs schließt sich jeweils eine zweigleisige Kehranlage an.

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Frankfurter Tor

Unterhalb des Frankfurter Tores befindet sich der gleichnamige U-Bahnhof der Linie U5. Er wurde am 21. Dezember 1930 eröffnet, zunächst noch unter dem Namen Petersburger Straße. Architekt des Bahnhofs war Alfred Grenander, der die gesamte Linie bis Friedrichsfelde gestaltet hat. Jeder Bahnhof erhielt eine andere Farbe, für Petersburger Straße wurde hellblau vorgesehen.

Schon damals wurden Vorleistungen für einen Turmbahnhof erbracht, unterhalb des Bahnhofes sollte ein Bahnsteig für die von der Warschauer Straße kommende Linie (heutige U1) gebaut werden. So weist der Bahnhof eine doppelte Stützenreihe anstelle einer einfachen auf und ist auch breiter gebaut als andere Bahnhöfe der Strecke. Zwischen der Stützenreihe wäre beim geplanten Umbau des Bahnhofs eine Treppe zum unteren Bahnsteig errichtet worden.

Der Bahnhof weist zudem noch einen Rekord im Berliner U-Bahnnetz auf: Zwischen 1930 und 1998 wurde er sieben Mal umbenannt, die Namen waren der Reihenfolge nach: Petersburger Straße (1930), Bersarinstraße (1946), Bersarinstraße (Frankfurter Tor) (1958), Frankfurter Tor (1958), Rathaus Friedrichshain (1991), Frankfurter Tor (1996), Petersburger Straße (1996), Frankfurter Tor (1998).

Im Jahr 2004 wurde der Bahnhof umfangreich saniert. Dabei wurden die alten Fliesen durch neue ersetzt und der alte Asphaltbelag durch Granitplatten ersetzt.

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Ostkreuz

Der S-Bahnhof Ostkreuz der Berliner S-Bahn ist der am meisten frequentierte Nahverkehrs-Umsteigebahnhof in Berlin. Der S-Bahnhof liegt im Berliner Stadtteil Friedrichshain. Am Ostkreuz kreuzt sich die Stadtbahn mit der Ringbahn. Insgesamt steigen hier täglich mehr als 100.000 Menschen zwischen den Zügen von neun Linien um.

Der 1882 eröffnete S-Bahnhof mit dem ursprünglichen Namen Stralau-Rummelsburg wurde 1933 in Ostkreuz umbenannt. Er verfügt heute über insgesamt vier der ehemals sechs Bahnsteige:

Bahnsteig A, an den Verbindungskurven zwischen Stadt- und Ringbahn.
ehemalige Bahnsteige B und C waren die Außenbahnsteige neben A
Bahnsteig D und E, an der Stadtbahn unten.
Bahnsteig F, an der Ringbahn oben.

Im bahnamtlichem Betriebsstellenverzeichnis wird Ostkreuz als BOK mit den Varianten BOK F (Ringbahnsteig), BOK D (Bahnsteig in Richtung Stadtbahn), BOK E (Bahnsteig in Richtung Erkner) geführt.

Der Bahnsteig F der Ringbahn befindet sich auf einer Brücke über den Bahnsteigen D und E der Stadtbahn, während sich der gemeinsame Bahnsteig A der Süd- und der stillgelegten Nordkurve auf einem Damm zwischen den Stadtbahngleisen befindet. Die Stilllegung der Nordkurve erfolgte 1994, da hier kein kreuzungsfreier Betrieb nach Westen mit der Bahnstrecke der Südkurve möglich ist. Außerdem ist für die Kurven nur der mittlere Bahnsteig vorhanden, die ehemaligen Außenbahnsteige wurde schon 1966 und 1970 wegen baulicher Mängel geschlossen und später abgetragen. Seitdem können Züge nur in Richtung Nordring beziehungsweise vom Südring kommend am Bahnhof halten. Die Nordringkurve wird jedoch seit 1994 nicht mehr befahren und wird auch nach der geplanten Sanierung keine Bedeutung mehr haben. In zukünftigen Planungen wird der Kurvenbahnsteig A komplett aufgegeben, es wird keine Tangentenbahnsteige mehr geben.

Das Ostkreuz ist seit Jahrzehnten stark sanierungsbedürftig. Schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts gab es immer wieder Pläne zum Umbau, auch 1937 und in der DDR-Zeit, um den mit Treppen und Winkeln versehenen wichtigen Umsteigebahnhof besser nutzbar zu machen. Letztlich scheute man die Komplexität und hohen Kosten, sodass der Bahnhof ohne wesentliche Veränderungen blieb und den Spitznamen „Rostkreuz“ erhielt. Er steht heute teilweise unter Denkmalschutz, sodass für die ab 2007 vorgesehene Sanierung des Bahnhofskomplexes Kompromisse zum Erhalt der historischen Bausubstanz eingegangen werden müssen.

Der Umbau des Ostkreuzes kommt einem Neubau gleich, der aber bei laufendem Zugbetrieb durchgeführt werden soll und daher viele Jahre in Anspruch nehmen wird. Planungen gehen davon aus, dass der Umbau voraussichtlich bis 2016 dauern wird. Zur Erweiterung des Bahnhofs ist die Errichtung einer Bahnhofshalle neben der Ringbahn vorgesehen, in der Züge der Regionalbahn halten sollen. Die beiden Bahnsteige der Stadtbahn werden so umgebaut, dass alle Züge in einer Richtung (Ost-West) an einem Bahnsteig halten. Dazu wird ein Brückenwerk östlich bei Rummelsburg errichtet, an der sich die Züge Richtung Erkner und Lichtenberg kreuzen. Bisher halten die Züge der Linie nach Erkner und die der Linien nach Strausberg, Ahrensfelde und Wartenberg an getrennten Bahnsteigen. Während der Sanierung wird auch ein Tunnelstück für die geplante Verlängerung des Berliner Stadtrings A 100 errichtet, und die Straßenbahn der Boxhagener Straße soll direkt unter dem Bahnsteig der Ringbahn halten.

Um den Bahnhof Ostkreuz befinden sich vor allem in der Sonntagstraße einige Restaurants und Kneipen, die die Gegend nordwestlich vom Ostkreuz zu einem wichtigen Ausgehziel im Friedrichshain machen.

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Warschauer Straße

S-Bahnhof

Die S-Bahn-Trasse mit der Haltestelle Warschauer Straße liegt heute unter der als Warschauer Brücke bezeichneten Eisenbahnbrücke. An dieser Stelle befand sich vor der Errichtung der Brücke das Eisenbahntor in der Zollmauer für die 1842 eröffnete Eisenbahnstrecke nach Frankfurt (Oder). Durch dieses Tor führten 1872 etwa 30 Gleise, die allesamt die Warschauer Straße kreuzten. Der Brückenbau wurde unumgänglich, um sowohl die Straße als auch die Bahnlinie als Verkehrsader nutzen zu können. Bis 1875 war die Brücke fertig gestellt, in den nachfolgenden Jahren wurde sie jedoch immer wieder umgebaut und erweitert. Bis zur Mitte der 1930er Jahre wurde die Eisenkonstruktion durch den Wasserdampf der Eisenbahnen stark korrodiert, wodurch eine Renovierung notwendig wurde. Diese erfolgte erst am Nordteil der Brücke und wurde durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges unterbrochen. Im Jahr 1945 stürzte der bereits neu aufgebaute Teil der Brücke in Folge eines Bombentreffers zusammen und machte die Warschauer Brücke unpassierbar. Erst 1948 konnte sie wieder für den Verkehr freigegeben werden. Eine Generalreparatur erfolgte 1966/1967 in der DDR und eine weitere Stabilisierung und Erneuerung von 1995 bis 1997 mit Unterstützung des Europäischen Fonds für Regionale Unterstützung.

Von der ursprünglichen Bahnanlage sind heute noch das 1895 in Betrieb genommene mechanische sowie das aus den 1920er Jahren stammende elektrische Stellwerk B9 der Deutschen Reichsbahn vorhanden, beide stehen unter Denkmalschutz. Am südwestlichen Ende der Brücke steht außerdem das 1910 gebaute Empfangsgebäude des ehemaligen Schlesischen Güterbahnhofs sowie das 1900 errichtete, einstöckige Dienstgebäude.

An der östlichen Brückenseite befindet sich die S-Bahn-Station Warschauer Straße. An dieser Stelle stand bereits von 1884 bis 1903 das erste Bahnhofsgebäude, welches von 1903 bis 1924 von einem Gebäude an der gegenüberliegenden Seite abgelöst wurde. 1924 wurde am ursprünglichen Standort ein neues Empfangsgebäude aufgebaut, konstruiert von Richard Brademann. Mit der Zerstörung der Brücke 1945 wurde dieses Gebäude stark beschädigt und anschließend in veränderter Weise wiederaufgebaut. Im Jahr 1983 wurde die Station renoviert. Allerdings erfolgte zu keiner Zeit eine gründliche Instandsetzung der Anlagen, so dass seit Ende 2004 der marode Bahnhof grundlegend saniert wird. Das alte Empfangsgebäude und die Bahnsteigzugänge wurden bis April 2005 weitgehend beseitigt. Provisorische Treppen ermöglichen momentan den Zugang zu den Bahnsteigen der S-Bahn. Der endgültige Neubau der Station soll jedoch erst zwischen 2007 und 2010 erfolgen, da das Planfeststellungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist.

U-Bahnhof

Die U-Bahnstation an der Warschauer Brücke wurde am 17. August 1902 in Betrieb genommen, errichtet von Paul Witte im Auftrag der Firma Siemens & Halske. Sie stellte den Endbahnhof der ersten Berliner Untergrund und Hochbahnlinie, der heutigen U1, dar. Der Bahnhof besteht aus 360 Meter langen und 26 Meter breiten gemauerten Viadukten, in denen Läden, Werkstätten und Geschäftsräume untergebracht wurden. Mit dem Mauerbau 1961 wurde der Bahnhof stillgelegt und die Räume in Lagerräume umgewandelt, u.a. für das Berliner Glühlampenwerk NARVA. Nach der Wiedervereinigung wurde der Bahnhof nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten restauriert, in U-Bahnhof Warschauer Straße umbenannt und am 14. Oktober 1995 wieder in Betrieb genommen. Seit dem 18. Mai 2000 führt auch die Straßenbahn wieder bis an die U-Bahnstation.

Die Straßenbahn auf der Warschauer Straße zwischen der Station Warschauer Brücke und dem Zentralviehhof, bei der Eröffnung Flachbahn genannt, ist insofern eine Besonderheit, als sie zunächst ebenfalls von der Hochbahngesellschaft betrieben wurde und nicht von einer der vielen Straßenbahngesellschaften. Ursprünglich sollte die Hochbahn nämlich durch die Warschauer Straße weiter nach Norden geführt werden. Dazu kam es indes bis heute nicht.

Allerdings ist geplant, die U-Bahnstation "Warschauer Straße" über die S-Bahnstation zu verlegen und die U-Bahn um eine Station bis zum U-Bahnhof Frankfurter Tor zu verlängern; eine Realisierung dieses alten Vorhabens ist aber noch nicht abzusehen.

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